merken

Wirtschaft

Warnstreik in sächsischen Postbank-Filialen

450 Postbank-Mitarbeiter legten ihre Arbeit nieder. Unter anderem blieben Filialen in Dresden, Bautzen und Chemnitz geschlossen.

© Peter Gercke/dpa

Dresden/Magdeburg. Zahlreiche Postbank-Filialen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind am Freitag bestreikt worden. Nach Angaben des zuständigen Verdi-Fachbereichsleiters Marcus Borck legten etwa 450 Beschäftigte ihre Arbeit nieder, etwa 500 waren zum Warnstreik aufgerufen. Mehr als 55 Filialen in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Bautzen und Magdeburg blieben demzufolge geschlossen.

"Natürlich ist es besser, wenn unsere Filialen für die Kunden geöffnet sind", sagte Ralf Palm, Sprecher der Postbank am Freitag. Er verwies auf Partnerfilialen der Deutschen Post. Die Bargeldversorgung der Postbank-Anleger sei sichergestellt.

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

In der ersten Verhandlungsrunde hätten die Arbeitgebervertreter keinen Spielraum für Gehaltsanhebungen gesehen, begründet Borck den Warnstreik. Palm kündigte an, dass der Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot vorlegen wird.

Die Gewerkschaft möchte neben einer Gehaltsanhebung um 7 Prozent oder mindestens 200 Euro unter anderem eine höhere Ausbildungsvergütung, einen verbindlichen Anspruch auf Altersteilzeit und ein 13. Monatsgehalt für alle Beschäftigten durchsetzen. Auch Gesundheits- und Entlastungstage gehören zu den Forderungen. Die zweite Verhandlungsrunde der Tarifpartner ist für den 13. und 14. August angesetzt. (dpa)