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Warnstreiks in Sachsen am Freitag

Ob bei der Telekom oder im öffentlichen Dienst: Zahlreiche Arbeitnehmer gingen in Sachsen für ihre Lohnforderungen auf die Straße. Nun sind für Freitag neue Warnstreiks angekündigt. Welche Einrichtungen sind betroffen?

© Sebastian Willnow/dpa

Dresden/Leipzig. Die Gewerkschaften Verdi und GEW in Sachsen haben für Freitag erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Ein Schwerpunkt werde auf den Kitas liegen, sagte ein Verdi-Sprecher am Mittwoch. Es sei aber davon auszugehen, dass auch andere Teile des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden. So wies die Stadt Leipzig bereits darauf hin, dass die Wertstoffhöfe in der Stadt am Freitag und Samstag geschlossen bleiben.

Verdi und dbb fordern für die deutschlandweit 2,3 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen sechs Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Der Bund und der kommunale Arbeitgeberverband VKA haben bislang kein Angebot vorgelegt. An diesem Sonntag beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde, die ein Ergebnis bringen soll.

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In Dresden, Freital und Leipzig sollen laut GEW am Freitag Kitas bestreikt werden. Der Warnstreik sei für den ganzen Tag angesetzt. „Wir rechnen mit einer relativ hohen Streikbeteiligung“, sagte eine GEW-Sprecherin am Mittwoch.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom demonstrierten am Mittwoch etwa 1 500 Beschäftigte in Leipzig für höhere Löhne. An den Arbeitsniederlegungen hätten sich Beschäftigte aus Leipzig, Chemnitz, Gera, Halle, Saalfeld und Zwickau beteiligt, wie ein Verdi-Sprecher sagte. Der Demonstrationszug führte durch die Innenstadt zum Gewerkschaftshaus.

Verdi fordert von der Telekom eine Entgelterhöhung um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie 75 Euro mehr für Auszubildende und duale Studenten. Die vierte Verhandlungsrunde mit dem Unternehmen läuft seit Mittwoch in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen). Bis Donnerstag haben beide Seiten Zeit, sich auf einen neuen Tarifvertrag für die bundesweit 62 000 Beschäftigten zu einigen. Sollte es keinen Abschluss geben, steht eine Schlichtung oder ein Arbeitskampf mit Streiks an, erläuterte ein Verdi-Sprecher. (dpa)