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Döbeln

Warnstreiks bei McDonalds?

In einigen Schnellrestaurants der Region könnte es bald zum zeitweiligen Ausstand kommen. Die Gewerkschaft kämpft um mehr Lohn. Sonst bleibt die Küche kalt.

Symbolbild
Symbolbild ©  dpa/Jan Woitas

Döbeln. Im Landkreis Mittelsachsen sollen die Beschäftigten in Fast-Food-Restaurants wie McDonald’s oder Burger King mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke – bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde“, kritisiert Volkmar Heinrich von der NGG Dresden/Chemnitz. Die Gewerkschaft verlangt „armutsfeste Löhne“ von mindestens zwölf Euro pro Stunde. Profitieren würden davon auch die Beschäftigten bei Starbucks, KFC, Nordsee, Vapiano, Tank & Rast und Pizza Hut. Der Branchenprimus McDonald’s betreibt im Kreis Mittelsachsen drei Filialen, eine davon in Döbeln.

Hintergrund ist die laufende Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS). Die Arbeitgeber hätten ein spürbares Lohn-Plus bislang vehement blockiert. „Die Wut der Beschäftigten ist groß. Wir rufen jetzt in ausgewählten Orten zu Protestaktionen und Warnstreiks auf, auch im Kreis Mittelsachsen könnte es noch vor der nächsten Verhandlung zu Ausständen kommen“, so der Gewerkschafter. Die Tarifverhandlungen werden am 13. und 14. Februar in Stuttgart fortgesetzt. Es ist bereits die dritte Runde.

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