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Warnung vor falschen Polizisten

Betrüger versuchen derzeit, ältere Leute am Telefon auszuhorchen. Die Masche ist nicht neu.

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© dpa

Lichtenberg. Betrüger versuchen derzeit, mit der Masche des falschen Polizisten an persönliche Daten von Angerufenen zu kommen bzw. die Lebensgewohnheiten potenzieller Opfer auszuspionieren. Anfang der Woche wurde einer Frau in Lichtenberg mitgeteilt, dass bei Einbrechern eine Liste gefunden wurde, welche auch die Anschrift der Angerufenen enthielt.

In einem weiteren Fall erhielt eine ältere Dame aus Kamenz gegen einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizist ausgab und ebenfalls von Festnahme, diesmal zweier rumänischer Einbrecher, berichtete, welche wiederum eine Liste mit ihrem Grundstück bei sich gehabt hätten. Wobei der Anrufer selbst südosteuropäischen Dialekt sprach. Bei einer weiteren Kamenzerin hatte der Mann am Telefon einen sächsischen Dialekt und gab sich als Kriminalpolizist aus Dresden aus. Er versuchte, die Frau mit der Geschichte einer angeblichen Festnahme eines rumänischen Einbrechers, der Kontoauszüge der Frau bei sich hatte, davon zu überzeugen, ihre Kontodaten zu übermitteln.

Die Frauen reagierten richtig, legten auf und informierten die Polizei. Diese Versuche passen zu einer schon seit Längerem bekannten Masche und Serie von betrügerischen Anrufen im ostsächsischen Raum. Die Kriminalpolizei ermittelt intensiv und rät, keinem Fremden am Telefon persönliche Daten oder Ähnliches mitzuteilen. (SZ)