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Warteschlange vor den EU-Toren

Vorerst will Brüssel keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen. Erst müsse man die EU selbst reformieren, ehe man in der Lage sei, neue Länder integrieren zu können. Laufende Verhandlungen würden fortgeführt, mit weiteren Zusagen werde man zurückhaltend sein.

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Vorerst will Brüssel keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen. Erst müsse man die EU selbst reformieren, ehe man in der Lage sei, neue Länder integrieren zu können. Laufende Verhandlungen würden fortgeführt, mit weiteren Zusagen werde man zurückhaltend sein.

Gegenüber Ukraine, Weißrussland und Kaukasus-Republiken ist damit die Türe erst einmal wieder geschlossen. Neben der Türkei gibt es aber weitere Gespräche über Vollmitgliedschaften.

Kroatien hat nahezu EU-Niveau. Es wird wohl als nächstes aufgenommen.

In Mazedonien sind die Reformerfolge „beachtlich“. Nur in der Justiz und bei der Bekämpfung der Korruption gibt es noch Defizite.

Albanien trägt zur Stabilisierung der Region bei, die Anpassung an „europäisches Niveau“ beginnt allerdings erst.

Bosnien und Herzegowina muss nach Abzug des Hohen Beauftragten der EU seine Eigenverantwortung erst noch finden. Dort sei „noch viel zu tun“.

Montenegro hat nach Erlangung der Unabhängigkeit ein hohes Tempo bei den Reformen zur Anpassung ans westeuropäische Niveau angeschlagen. Allerdings sind Organisierte Kriminalität und Korruption in dem Land noch sehr verbreitet.

Serbiens „verantwortungsbewusste Haltung“ nach der Unabhängigkeit Montenegros wird ausdrücklich gelobt. Die Privatisierung macht Fortschritte, ausländische Investitionen sind aber noch nötig, um das Land wirtschaftlich zu stabilisieren.

Kosovos Entwicklung wird die EU weiter begleiten. In Rechtstaatlichkeit, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung sind noch viele Reformen nötig. (dr)