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Warum CBD-Öl und Cannabidiol für Furore und Kontroversen sorgen

Die Informationen im Internet zum Thema CBD sind mitunter widersprüchlich und/oder lassen zu wünschen übrig. Doch was hat es mit dem Hype um Cannabidiol und CBD auf sich?

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© Foto: Pau Noia

Noch immer (oder schon wieder?) macht eine Pflanze von sich reden: Cannabis. Dabei handelt es sich nicht automatisch um die Droge Marihuana, sondern lediglich um die lateinische Bezeichnung für die Hanfpflanze als solches. Diese kann jedoch mehr, als die Sinne zu verwirren, wie zahlreiche aktuelle Studien belegen. Die Wissenschaft ist diesbezüglich noch nicht am Ende der Forschungen angelangt und entdeckt stetig Neues.

Nun ist es der Wirkstoff CBD (Cannabidiol), der für Furore sorgt und Kontroversen auslöst. Doch verbirgt sich dahinter - genauer betrachtet - eine echte Chance für eine Vielzahl kranker und leidender Menschen.

Die Hanfpflanze (lat. Cannabis) verfügt über eine Reihe von Cannabinoiden (Oberbegriff für alle Hanfwirkstoffe) in mehr oder weniger großen Anteilen. In der Hauptsache sind dies THC (bekannt für seine psychoaktive Wirkung) und CBD. Die Informationen im Internet zum Thema sind mitunter widersprüchlich und/oder lassen zu wünschen übrig.

Was ist CBD?

CBD (Cannabidiol) wird aus den weiblichen Blüten der Hanfpflanze (in diesem Fall Nutz- oder Industriehanf (Cannabis sativa) extrahiert. Diese Art verfügt von Natur aus über einen hohen Gehalt gesundheitsfördernder Wirkstoffe, jedoch nur in geringen Anteilen (max. 0,2 %) über THC. Diese überaus kleine Restmenge wirkt in keiner Weise berauschend und reicht nicht einmal für das positive Ergebnis eines Drogentests aus.

CBD ist lediglich der Oberbegriff für ein Cannabinoid, das sich aus einer Vielzahl von weiteren Cannabinoiden, Vitaminen, Mineralstoffen usw. zusammensetzt. Im Detail sind es diese:

· CBC (Cannabichromen): entzündungshemmend, schmerzstillend und förderlich für die Zellerneuerung

· CBD (Cannabidiol): schmerzlindernd

· CBDA (Cannabidiolsäure): wird bereits in der Schulmedizin in der Behandlung von (Brust)-Krebs zur aktiven Vernichtung mutierter Zellen eingesetzt; lindert auch Übelkeit

· CBG (Cannabigerol): antibakteriell

· CBN (Cannabinol): Abbau von Ängsten, Senkung des Augeninnendrucks

· Essentielle Fettsäuren: Omega-3 und 6, Gamma-Linolensäure

· Vitamine: E, B1, B2,

· Mineralstoffe/Spurenelemente: Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Magnesium, Natrium, Phosphor, Zink

· weitere Bestandteile: Carotinoide, Chlorophyll

Die Vielfalt und Kombination der Inhalts- und Wirkstoffe untereinander, vor allem aber ihr Verhältnis zueinander machen das Cannabinoid CBD zu einem echten Allroundtalent für den menschlichen (und tierischen) Organismus. Es bietet sozusagen eine Rundumlösung gegen das Leiden und hat gleichzeitig einen positiven (stärkenden/ reinigenden) Einfluss auf alle Körpersysteme.

Ein Cannabinoid - viele Wirkungsweisen

Um es deutlich zu sagen und keine falschen Hoffnungen zu wecken: CBD ist kein Wundermittel. Es gibt keine Garantie für seine gleichbleibende Wirkung im Organismus. Doch eine Reihe vielversprechender Studien und Tests sowie Erfahrungsberichte zahlreicher Anwender belegen die Wirksamkeit. In der Tat steigt die Nachfrage nach CBD-Öl, welches aus diesem Wirkstoff hergestellt wird.

Eine ganze Reihe von Erkrankungen kann mit der dem jeweiligen Organismus angepassten Konzentration und Dosierung behandelt werden, wie etwa: Angstzustände, Arthrose, Autoimmunerkrankungen (Alzheimer, Parkinson), Depressionen, Diabetes, Epilepsie, Fibromyalgie, Grüner Star, Hauterkrankungen (Schuppenflechte, Akne), Krebs, Multiple Sklerose (MS), Raucherentwöhnung, Restless-Legs-Syndrom, Rheuma/Arthritis, Schlafstörungen, Schmerzen (von Kopfschmerzen über Menstruationsschmerzen bis tumorbedingte Schmerzen), Suchterkrankungen (Medikamente, Alkohol, Drogen), Tourette-Syndrom, Übelkeit und Erbrechen und selbst bei Übergewicht findet man hilfreiche Anwendungen.

Diese verhältnismäßig kleine Auswahl präsentiert lediglich Beispiele aus den Bereichen Neurologie, Psychiatrie, Schmerzen, Krebserkrankungen, chronisch-entzündliche Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunkrankheiten sowie sonstige Erkrankungen/Störungen und ist in Wirklichkeit um ein Vielfaches länger.

Das Geheimnis hinter der Wirkung von CBD

Cannabidiol wirkt aufgrund seiner zahlreichen Inhaltsstoffe

· schmerzstillend,

· entzündungshemmend,

· antiemetisch (gegen Übelkeit),

· krampflösend,

· schlaffördernd,

· zellerneuernd,

· antibakteriell,

· blutdruckregulierend

· und bietet einen wirksamen Schutz für das Herz-Kreislauf-System (und damit vor Arterienverkalkung) sowie vor vorzeitiger Alterung, unterstützt das Immunsystem und stärkt die Zellmembrane.

Die enthaltenen essenziellen Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe/Spurenelemente und weitere Bestandteile wirken im Zusammenspiel mit den Cannabinoiden gegen einen möglichen Mangel und für ein gut funktionierendes und gesundes Körpersystem. Forschung und die praktische Anwendung in der Medizin berichten ebenfalls davon, dass CBD in der Lage sei, mutierte Krebszellen absterben zu lassen.

Das Geheimnis hinter der Wirkung von CBD liegt in der Interaktion mit dem menschlichen Endocannabinoidsystem (ja, auch unser Körper produziert Cannabinoide). Die dafür zuständigen CB-Rezeptoren (CB1 und CB2) finden sich innerhalb der Zellmembran einer jeden Körperzelle, vor allem aber im Gehirn. Von außen zugeführtes CBD dockt an denselben Rezeptoren an. Vereinfacht gesagt, verstärkt Cannabidiol die Wirkungsweise unserer körpereigenen Cannabinoide und damit die Selbstheilungskräfte.