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DRK-Chef kocht 400 Liter Grießbrei

Auf Burg Kriebstein wird derzeit der Märchenfilm „Der süße Brei“ gefilmt. Das wichtigste Requisit dafür bereitet René Illig zu.

© Falk Bernhardt

Von Verena Toth und Falk Bernhardt

Kriebstein. Die Burg der Märchen macht in diesen Tagen ihrem Namen wieder alle Ehre. Zum zweiten Mal ist Kriebstein der Schauplatz von Dreharbeiten für die Verfilmung eines Märchenklassikers. Seit Mittwoch surren in dem historischen Gemäuer die Kameras. Gefilmt wird die Geschichte „Der süße Brei“, nach der Idee des Grimm’schen Originalmärchens.

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Ein 35-köpfiges Drehteam und die Schauspielerriege sind bereits seit der vergangenen Woche in der Region aktiv. Sie waren zunächst in der mittelalterlichen Stadt Bleiberg in Sachsenburg zu Gast. Dort wurden die ersten Aufnahmen mit den Hauptdarstellern gedreht. Die historischen Gebäude am Treppenhauer boten den perfekten Spielort für die Geschichte. Tatkräftige und personelle Unterstützung erhielt das Drehteam auch vom Verein Historischer Besiedlungszug, der zwei Planwagen, etliche Requisiten und sogar einige Statisten für die Dreharbeiten stellte.

Nun sind die Filmemacher auf die Burg Kriebstein weitergezogen. Damit das Grimm’sche Märchen, dessen Original-Text leicht auf eine halbe A4-Seite passt, trotzdem in Spielfilmlänge erzählt werden kann, entwickelten die Drehbuchautoren Anja Kömmerling und Thomas Brinx eine Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und die Kraft, in der Not etwas zu verändern. Eine große Hungersnot bedroht das Land. Schuld daran ist auch der gefürchtete Graf Ruben (Roland Wolf). Bevor die Menschen vor Hunger sterben, verwandeln sie sich auf wundersame Weise in Vögel – so auch die kleine Ida (Luna Arwen Krüger). Ihre große Schwester Jola (Svenja Jung) läuft daraufhin verzweifelt in den tiefen Wald, um für die Familie etwas Essbares zu finden. Hier trifft sie auf eine geheimnisvolle Waldfrau, die ihr eine Tonscherbe überreicht. Diese gehört zum legendären Topf, der einst süßen Brei kochte und alle satt machte, aber seit langem verschwunden ist. Auf der Suche nach den fehlenden Scherben muss Jola abenteuerliche Prüfungen bestehen. Dabei lernt sie den charmanten, aber hoch verschuldeten Veit (Merlin Rose) kennen, der sich an ihre Fersen heftet. Was sie nicht weiß: Veit ist der Bruder des Grafen und soll ihr den Topf abjagen.

Dreharbeiten bis Mai

Der süße Brei ist eine Produktion der Kinderfilm GmbH im Auftrag von MDR und ZDF. .Gedreht wird noch bis zum 7. Mai in Kriebstein und im Elbsandsteingebirge.

Die Ausstrahlung im ZDF ist für Weihnachten geplant. Der Sendetermin im MDR-Fernsehen steht noch nicht fest.

Wegen der Dreharbeiten bleibt die Burg für den Besucherverkehr heute und Freitag sowie von Montag bis Mittwoch geschlossen.

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„Töpfchen, koche!“ – Das, was im Märchen ganz einfach funktioniert, heißt im echten Leben richtig viel Arbeit. Das weiß wohl derzeit keiner besser als René Illig, Chef des DRK Kreisverbandes Döbeln-Hainichen. Stolze 400 Liter Grießbrei werden er und Kenny Göbel am kommenden Sonntag in der Feldküche des Katastrophenschutzes zubereiten. „Am Montag wird der Brei auf der Burg für die Dreharbeiten benötigt“, berichtet Illig. Dabei muss die Masse besonderen Anforderungen genügen, schließlich soll – so wie es auch in der Originalgeschichte erzählt wird – der Brei endlos aus dem magischen Tontopf quellen. „Dafür muss der Grießbrei nicht heiß, aber flüssig genug sein“, so Illig. Und: „Er wird nicht süß schmecken, denn der Brei wird ohne Zucker gekocht“, verrät der DRK-Chef noch. Der Aufgabe seien die DRK-Mitarbeiter aber gewachsen. „Wir haben schon viel Erfahrung beim Kochen für viele Kinder, zum Beispiel, wenn wir Kinderferienlager und andere Veranstaltungen organisieren. Da wird auch gern mal Grießbrei gemacht, natürlich mit Zucker“, lacht Illig. (mit FP)