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Weißwasser

Warum der warme Winter Karpfen & Co. nicht gefiel

Die Teichwirtschaft Kreba kann derzeit die Hälfte ihres Bestandes nicht verkaufen. Der Teichwirt bleibt trotzdem optimistisch.

© dpa / Patrick Pleul

„Der Winter mit seinem milden Verlauf ist unseren Fischen in den Winterteichen nicht gut bekommen“, sagt Rüdiger Richter, Geschäftsführer der Teichwirtschaft Kreba. Weil sich keine Eisschicht auf den Teichen bildete, hatten Reiher und Kormorane leichten Zugriff. Den wirtschaftlichen Schaden kann der Teichwirt nur schätzen. 

„Bei einer Teichwirtschaft von unserer Größe liegt er im Jahresverlauf im sechsstelligen Euro-Bereich.“ Die Härtefallregelung zum Ausgleich stehe dazu in keinem Verhältnis. Die Teichwirtschaft Kreba hatte 20 Winterteiche besetzt. Die ersten sind schon abgefischt. Hauptfische sind Karpfen und Schleie aller Altersgruppen, dazu kommt anteilmäßig die gesamte Süßwasserfischpalette. Die Fische haben den Winter zwar gut überstanden, aber durch die Fischräuber trugen viele Verletzungen davon, erklärt Richter. Diese seien über den Sommer heilbar, aber für die Frühjahrsvermarktung seien diese Fische ungeeignet. Dadurch können 50 Prozent des Bestandes derzeit nicht an Kunden geliefert werden. 

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In der aktuellen Situation steht natürlich die Frage, ob auch die Fischbestände in den Oberlausitzer Teichen beeinflusst werden könnten. „Nein, keinesfalls“, sagt der Teichwirt. Auswirkungen gebe es aber auf den Absatz, weil teilweise geplante Liefermengen reduziert oder ganz storniert werden - beispielsweise von Betreibern von Angelteichen, wo das Angeln derzeit bis auf weiteres nicht möglich ist. Auch Verarbeitungsbetriebe fallen darunter, wenn die Produktion gedrosselt oder gar ganz heruntergefahren wird. Wasserprobleme hatte die Teichwirtschaft Kreba im Winter nicht, doch das geringere Dargebot aus der Talsperre Quitzdorf bewegte zum Umdenken. So wurde etwa das aus den Winterteichen auslaufende Wasser in die Sommerteiche geleitet. Mit Blick auf den Einzugsbereich des Schwarzen Schöps rechnet die Teichwirtschaft damit, dass es diesen Sommer keine Probleme mit der Wasserversorgung geben wird.

Die beiden Himmelsteiche Lache und Lug sind derzeit nur halb so voll, wie es eigentlich geplant ist. Das liegt daran, dass es in den vergangenen Monaten wenig geregnet hat. „Das reicht allerdings, um die Teiche zu besetzen“, erklärt Richter, der optimistisch in das Fischjahr 2020 blickt. (Jost Schmidtchen)

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