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Warum die Gebühren steigen

Vor allem an der Grundgebühr für Wasser und Abwasser wird an der Mittleren Wesenitz gedreht. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

© Symbolfoto: dpa

Von Anja Weber

Stolpen/Dürrröhrsdorf. Die Gebühren für die Anlagen des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Mittlere Wesenitz wurden neu kalkuliert. Dem Verband gehören die Gemeinden Stolpen und Dürrröhrsdorf-Dittersbach an. Das letzte Wort hatten in beiden Fällen die Stadt- und Gemeinderäte. In Stolpen war die Gebühr für das Niederschlagswasser strittig. Inzwischen wurde ein Kompromiss mit dem Ver- und Entsorger gefunden. Die Gebühr für die Ableitung des Niederschlagswassers liegt bei 1,05 Euro pro Quadratmeter. Vorher waren es 85 Cent pro Quadratmeter. Das ist aber nicht die einzige Steigerung.

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Bei der Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung wird die Grundgebühr von derzeit 72 Euro auf 91 Euro pro Jahr angehoben. Die Verbrauchsgebühr bleibt bei derzeit 3,35 Euro pro Kubikmeter stabil. „Hier wirken sich die allgemeine Preisentwicklung und die kalkulatorischen Kosten der Investitionen verteuernd aus“, sagt Verwaltungsleiter Steffen Göbel. Genannt sei der Neubau von Kanälen und Anlagen an der Hauptstraße und im Ortszentrum Langenwolmsdorf, an der Talstraße Stolpen, im Bereich Helmsdorfer Straße Rennersdorf sowie die Ersatzneubauten der Mischwasserkanäle Bahnhofstraße und westlich des Friedhofs in Stolpen. Auch etliche Regenwasserkanäle sollen in den kommenden Monaten saniert werden. Neben den bereits erwähnten erneuerten Mischwasserkanalisationen steht hier die Erneuerung alter Regenwasserkanäle an der Pirnaer Landstraße und Talstraße in Stolpen, Bahnhofsstraße und An der Mühle in Dürrröhrsdorf-Dittersbach sowie alter Teilortskanäle in den Bereichen Hauptstraße in Langenwolmsdorf, Mittelweg in Helmsdorf, Dorfstraße in Lauterbach, Lindenstraße in Porschendorf und die Elbersdorfer Gasse.

Im Bereich der Wasserversorgung wird die Grundgebühr für einen durchschnittlichen Anschluss von bisher 118,77 Euro auf 126,26 Euro brutto pro Jahr angehoben. Die Verbrauchsgebühr bleibt konstant bei 2,13 Euro pro Kubikmeter. Auch die Entsorgung von Klärschlamm wird teurer. Bei Anlagen, die nicht ans zentrale Abwassersystem angeschlossen sind, wird die Grundgebühr von 20 Euro auf 30 Euro pro Anlage und Jahr angehoben.

Die Verbrauchsgebühr für die Klärschlammbeseitigung steigt von 31,95 Euro pro Kubikmeter auf 32,60 Euro pro Kubikmeter und beim Grubenabwasser von 18,14 Euro pro Kubikmeter auf 24,60 Euro pro Kubikmeter. Weil sogenannte Mehrkammer- und Sammelgruben von vollbiologischen Kleinkläranlagen abgelöst wurden, sinken hier die Entsorgungsmengen deutlich. Das werde allerdings teurer, weil die Anlagen rentabel arbeiten müssten, sagt Verwaltungsleiter Göbel.