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Warum die Parkschule künftig so aussieht

Bis Sommer 2019 soll das rote Gebäude am Ring in Zittau einen Anbau bekommen. Vielleicht wird er sogar zu einem Verbinder.

© AIZ Bauplanungsgesellschaft mbH

Von Thomas Mielke

Zittau. Von außen ist bisher kaum etwas zu sehen, obwohl Baufirmen schon seit sieben Monaten die rote Schule am Ring für die Zukunft fit machen. Sie arbeiten vor allem innen. Bis Sommer 2019 wird sich das ändern. Dann soll an der Ecke Stadtring/Max-Müller-Straße ein Verbindungsbau an der Stirnseite der Parkschule emporgewachsen sein.

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Bis zum Sommer 2019 soll am Nordgiebel der Park-Oberschule ein Anbau errichtet werden.
Bis zum Sommer 2019 soll am Nordgiebel der Park-Oberschule ein Anbau errichtet werden. © AIZ Bauplanungsgesellschaft mbH

Was noch gebaut wird und bisher geschehen ist

Warum wird die Park-Oberschule saniert?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Stadtverwaltung nennt „den schlechten Gesamtzustand der Schule, veraltete Elektrik, fehlende Barrierefreiheit sowie noch kleinere Mängel beim Brandschutz“.

Was ist seit Baubeginn im August 2017 geschehen?

Unter anderem wurden die Elektroanlagen erneuert, neue Fußböden und Akustikdecken eingezogen und mit den Arbeiten an der Heizung, der Lüftung und den Sanitärbereichen begonnen.

Was soll noch gemacht werden?

Die Schule soll unter anderem Brandschutztüren, neue Lampen, neue Fachkabinette und neue Innentüren zu den Zimmern bekommen. Maler bringen frische Farbe auf die Wände. Zudem soll ein Anbau an der Nordseite zur Max-Müller-Straße errichtet werden. „Der Baubeginn des Verbinders richtet sich nach dem Zugang des Zuwendungsbescheids“, teilte Stadtsprecher Kai Grebasch auf SZ-Anfrage mit.

Warum wird die rote Schule um einen Anbau erweitert?

Dafür gibt es zwei Hauptgründe. Vordringlich ist, dass ohne den Anbau der barrierefreie Ausbau samt Fahrstuhl technologisch und aus Platzgründen sehr schwer möglich gewesen beziehungsweise sehr teuer geworden wäre. Über den Aufzug hinaus soll er Vorbereitungsräume, Behinderten- und Lehrertoiletten beherbergen. Der zweite Hauptgrund für den Anbau sind strategische Überlegungen für die Zukunft: Sollte die Erweiterung der dann noch drei städtischen Oberschulen nötig werden, soll die Parkschule einen neuen Flügel entlang der Max-Müller-Straße bekommen. Der Anbau wäre dann der Verbinder zwischen beiden Häusern. Ob es allerdings so kommt, ist laut Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) noch völlig offen. Ungeachtet dessen beschäftigt sich die Verwaltung schon mit dem Vorhaben, um im Fall des Bedarfs vorbereitet zu sein. Dazu gehören auch die oben gezeigten, ersten Visualisierungen des Gebäudes in einer Grafik.

Was verbessert sich für die Schüler und wann kommen sie zurück?

Die Stadt geht davon aus, dass die Arbeiten an und in der Schule im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen und die Schüler spätestens im Sommer 2019 zurückkehren werden. Sie können sich unter anderem darauf freuen, dass es dann wegen des neuen Schallschutzes leiser ist, sie besser vor der Sonne geschützt sind, auch kranke oder behinderte Kinder und Jugendliche ohne Probleme durchs Schulhaus kommen, Fachkabinette auf modernem Niveau das Lernen erleichtern und über ein modernes Datennetz schnelle Internet-Recherchen möglich werden. Derzeit sind die Parkschüler in der ehemaligen Burgteichschule in Zittau-West untergebracht. Was aus dieser Schule nach dem Rückumzug wird, ist laut Verwaltung noch unklar. Vom bereits vorgesehenen Abriss ist derzeit keine Rede mehr.

Was kosten die Bauarbeiten und wer zahlt die Rechnung?

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Bauarbeiten insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro kosten werden. Rund 1,9 Millionen Euro steuern Bund und Land dazu. Den Rest muss die Stadt als Schulträger und Besitzer der Immobilie aus eigener Tasche zahlen. Um die Ausstattung – und damit um die Kosten – war mehrfach gerungen worden. Vor Beginn der Arbeiten war das Projekt abgespeckt, zwischenzeitlich aber wieder umfangreicher geworden.

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