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Warum dürfen die Narren nicht ins Erbgericht?

Der Lohmener Fasching präsentiert sich in abgespeckter Variante – ungewollt.

© Archiv/SZ

Lohmen. Gefeiert wird, aber ohne Programm. So liest sich die Einladung zu den diesjährigen Faschingspartys in Lohmen. Diese fanden sonst immer im Saal des Erbgerichts statt. Nur dieses Jahr eben nicht, weil die Gemeinde den Narren den Saal nicht überlassen will. Schade findet das Ingrid Kociok, die Präsidentin der Lohmener Narren. Und so ganz verstehen kann sie es auch nicht.

Nur keine Socken

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Denn die Begründung der Gemeinde lautet, dass man für das leerstehende Erbgericht einen neuen Pächter suche und das Gebäude nicht für einzelne Veranstaltungen vermieten wolle. „Das wäre sonst ein sehr großer Aufwand mit der Übergabe, dem Saubermachen, dem Absichern der Veranstaltungen, der Versicherung…“, zählt Lohmens Bürgermeister Jörg Mildner (CDU) auf. Diesen personellen Aufwand könne die Kommune nicht stemmen.

„Wir hätten den Saal auf eigene Faust geschmückt und danach wieder saubergemacht“, entgegnet Ingrid Kociok. Das wäre in den letzten Jahren auch schon so gelaufen. Aber da hatte das Erbgericht mit Jens Damm eben noch einen Gastronomen. Dieser hat die traditionsreiche Gaststätte nach 21 Jahren aufgegeben, weil sich der Betrieb nicht mehr rentiert hatte.

Die Lohmener Faschingsfreunde müssen also ausweichen, und zwar ins Vereinsheim neben dem Netto. Dort ist es eng, sodass die Narren dieses Jahr auf ein Programm verzichten. Musik und Platz zum Tanzen soll es aber trotzdem geben, verspricht die Präsidentin, außerdem etwas zu essen und reichlich zu trinken. Los geht es mit dem Kinderfasching am Dienstag, den 13. Februar, dann folgen die beiden großen Partys am 17. und 24. Februar. Tickets gibt es an der Abendkasse. (SZ/nr)