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Warum in Grunau noch immer die halbe Straße fehlt

Der größte Straßenschaden ist zwischen Grunau und Etzdorf entstanden. Noch ein Jahr werden Umleitungen nötig sein.

© Lutz Weidler

Wie Zahnstocher, die auf eine Schnur gefädelt sind, hängen die Leitpfosten über dem abgestürzten Straßenstück zwischen Grunau und Etzdorf. Dort hat die Striegis vor genau einem Jahr mehr als ein Drittel der Fahrbahn fortgespült. Inzwischen ist nur noch etwa die Hälfte der Straße übrig. Der Schaden an dieser Stelle ist der größte Hochwasserschaden 2013 an einer Kreisstraße. Der Landkreis ist jetzt auch für die Reparatur zuständig.

Doch so zügig, wie es sich die Nutzer der kurzen Verbindung zwischen den beiden Orten wünschen, geht es nicht. Relativ schnell nach dem Hochwasser hatte sich schon herausgestellt, dass ein provisorisches Aufschütten und Wiederherstellen der Straße unmöglich ist. Danach folgten Baugrunduntersuchungen und der Vorschlag der Planer, zwei Bohrpfahlstützwände, jede mehr als 100 Meter lang, zu errichten. Das könnte noch in diesem Jahr passieren. Der eigentliche Straßenbau kann wahrscheinlich erst 2015 folgen.

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Die Genehmigungsplanung für das Bauprojekt ist fertig. Noch bis Ende Juni läuft die Beteiligung von Kommunen, Ämtern und Versorgungsträgern. Nur wenn deren Stellungnahmen keine gravierenden Änderungen verlangen, ist ein Baustart in diesem Jahr realistisch.

Die Geduld von Anwohnern, Kunden von Firmen sowie von Mitarbeitern von Pflegediensten wird damit weiterhin auf eine harte Probe gestellt. Denn alle müssen – manche sogar mehrfach täglich – die Umleitung über die B 169 oder über Roßwein nehmen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Etwas mehr als zwei Millionen Euro wird es nach bisheriger Kalkulation kosten, die Kreisstraße an dieser Stelle wieder befahrbar herzurichten. (DA/hst)