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Dresden

Warum kühles Wetter gut für die Bienen ist

Mit dem den ersten Frühlings-Sonnenstrahlen sind auch die Bienen wieder ausgeschwärmt. Das Volksbegehren zum Erhalt der Tiere weckte das Interesse der Öffentlichkeit.

Haben jetzt viel zu tun: Eine Biene sitzt auf dem Stempel einer Blüte eines Krokusses. © Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/ZB/dpa

Dresden/Niederfrohna.  Nach einem milden Winter sind Sachsens Imker gut ins Frühjahr gekommen. "Das Wetter und die Bienenvölker entwickeln sich in diesem Jahr im Einklang", sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Imker, Michael Hardt, in Niederfrohna. Tagsüber sei es ausreichend warm, so dass die Tiere auf Nahrungssuche gehen könnten. Die Kühle der Nacht und kältere Witterungsabschnitte sorgten dafür, dass die Vegetation immer wieder eine Pause einlege. "Die Völker können sich so gut entwickeln." Nach der Krokusweide und der Kirschblüte warten die Imker nach Angaben von Hardt jetzt auf die Apfelblüte und den Raps.

Im vergangenen Jahr hätten die Bienen hingegen wegen der lang anhaltenden Kälte die Brut eingestellt, sagte Hardt. Und dann habe plötzlich die große Hitze eingesetzt.

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Die meisten Bienenvölker sind gut durch den Winter gekommen. Allerdings sei ihm auch ein Fall aus Wurzen bekannt, bei dem einem Imker 25 von 30 Völkern verloren gingen. Die Ursache sei ihm nicht bekannt. "Das ist ein Einzelfall." Viele Verluste würden durch die Varroa-Milbe verursacht. Diese könne die Bienen schwächen und schädigen, indem sie ihnen Blut entziehen oder Viren übertragen.

Hardt zufolge hat die Imkerei durch das Volksbegehren gegen das Bienensterben weiter an Aufmerksamkeit gewonnen. "Unserer Imkerkurse sind ausgebucht." Es gebe weiter Zulauf. Seinen Angaben zufolge stieg die Zahl der Mitglieder seit dem Jahresende von fast 4390 auf aktuell mehr als 4500. 2010 waren es rund 3100 Mitglieder. Von 2010 bis 2018 stieg die Zahl der Bienenvölker der Mitglieder von 26 510 auf 35 726.  (dpa)