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Umleitung auf kaputter Straße

Auf den Straßen zwischen Pirna und Dorf Wehlen und weiter nach Lohmen sollte letzte Woche gebaut werden. Das hat nicht geklappt.

© Daniel Schäfer

Von Nancy Riegel

Pirna/Wehlen/Lohmen. So viel Verkehr wie in dieser Woche herrscht auf den Kreisstraßen von und nach Dorf Wehlen nur selten. Pkws von Anwohnern und Touristen, Lastzüge, Busse – sie alle müssen sich derzeit über die schmalen Straßen schieben. Grund ist die zweiwöchige Vollsperrung der Staatsstraße S 164 zwischen Pirna und Lohmen. Bevor diese am Montag losging, sollte eigentlich vergangene Woche die Umleitungsstrecke über Dorf Wehlen instandgesetzt und so auf die Fahrzeugkolononnen vorbereitet werden. Dies sollte laut Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mittels halbseitiger Sperrung der Kreisstraßen und Baustellenampeln realisiert werden.

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Doch davon war nichts zu sehen. Anwohner aus Dorf Wehlen berichten, dass Anfang vergangener Woche zwar kurzzeitig Bauarbeiter an der Straße erschienen. Doch diese flickten lediglich einzelne Schlaglöcher. Von einer Aufarbeitung der Bankette ist bis heute nichts zu erkennen. Und so rattern die Fahrzeuge jetzt, wenn Gegenverkehr herrscht, mit den Reifen über den unbefestigten Seitenstreifen.

Lasuv-Pressesprecherin Isabel Siebert informiert auf Nachfrage, dass die Bankette tatsächlich instandgesetzt werden sollten. „Die Bauarbeiten wurden in diesem Sinne ausgeschrieben und beauftragt.“ Und auch die halbseitige Sperrung war kurzzeitig eingerichtet. Allerdings: „Obwohl der Auftragnehmer zweckmäßiges Gerät entsprechender Größe wählte, stellte sich schnell heraus, dass die vorhandene Breite der Kreisstraßen keine sinnvolle Baudurchführung zuließ“, führt sie aus. Gefahrensituationen seien aufgetreten.

Deshalb rückten die Bau- und Verkehrsbehörde des Landkreises sowie das Lasuv vom ursprünglichen Plan ab. „Es wurde entschieden, vor Baubeginn nur punktuelle Gefahrenstellen an den Rändern der Kreisstraßen zu beseitigen.“ Das waren die Arbeiten, die die Anwohner beobachten konnten. Die Straße ist laut Lasuv also zu schmal, um sie bei Gegenverkehr reparieren zu können. Der Gegenverkehr von Autos, Lkw und Bussen wird jetzt aber in Kauf genommen. Die Straße soll nämlich erst nach ihrer Funktion als Umleitungsstrecke instand gesetzt werden. „Nach Abschluss der Arbeiten an der S 164 erfolgen die vereinbarten Bankettarbeiten unter Vollsperrung der Kreisstraßen. Abstimmungen dazu mit der Verkehrsbehörde werden in Kürze geführt“, führt Isabel Siebert aus.

Bleibt die Frage, warum lediglich die Ränder repariert und nicht gleich die ganze Straße verbreitert werden sollte? „Das war keine Forderung des Landkreises.“