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Was abgerissen ist, kommt nicht wieder

Es ist nicht alles schlecht auf dem Land. SZ-Redakteur Georg Moeritz über Wohnen auf dem Land statt in der Stadt.

© dpa/SZ

Tausende Wohnungen in Sachsen sind in den vergangenen Jahren abgerissen worden. Sie standen leer und verursachten Kosten. Für den Abriss gab es sogar staatliche Zuschüsse an die Wohnungsgenossenschaften. Die fordern nun noch mehr: neue Subventionen für Familien und Rentner, damit die sich die Mieten auch künftig leisten können. Niedrigere Mieten sind angeblich nicht möglich.

Doch noch immer stehen Wohnungen leer, auf dem Lande und in unbeliebten Vierteln am Rand der Großstädte. Gleichzeitig schlagen Wirtschaftsforscher aus Halle vor, Fördergeld vom ländlichen Raum in Ostdeutschland abzuziehen und auf die Zentren zu konzentrieren. Das ist der falsche Weg. Was einmal aufgegeben und abgerissen ist, kommt in den meisten Fällen nicht wieder. Auch kleine Orte sind zu erhalten. Dazu brauchen sie sowohl gute Verkehrsverbindungen als auch einen schmucken Marktplatz. Der Verband der Wohnungsgenossenschaften hat ja recht: Leben auf dem Lande kann billiger sein, bei guten Verbindungen lohnt sich Pendeln in die Großstadt. Das ist auch für junge Familien nichts Neues.

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Außerdem gibt es Arbeitsplätze nicht nur in Dresden, sondern auch in Lampertswalde und Lommatzsch, in Neukirch und Neustadt. Viele Orte sind in den letzten Jahrzehnten geschrumpft, aber zum Glück nicht aufgegeben worden. Manche Familien schaffen es sogar, im selbst gebauten Haus statt in der Genossenschaftswohnung zu wohnen. Es ist nicht alles schlecht auf dem Land.

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