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Was alles ins Omelett passt

Die kleine Eierspeise hat großes Potenzial: Frische und edle Zutaten verwandeln den goldgelben Pfannen-Klassiker in eine köstliche Mahlzeit.

Ein mit Spinat und Grillkäse gefülltes Omelett gehört zu den Favoriten der Kochbuchautorin Inga Pfannebecker.
Ein mit Spinat und Grillkäse gefülltes Omelett gehört zu den Favoriten der Kochbuchautorin Inga Pfannebecker. © dpa/EMF/Katrin Winner

Von Katja Wallrafen, dpa-tmn

Wer vom Einfachen das Gute nimmt und ausreichend Phantasie mitbringt, zaubert aus Grundzutaten eine herzhafte, köstliche Mahlzeit: Möglichst frische Eier verquirlen, mit etwas Salz und einem Hauch Pfeffer würzen und dann ab in die Pfanne mit zerlassener Butter. 

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Bei schwacher Hitze stockt die Eimasse nach einigen Minuten, dann wird die Pfanne abgedeckt und nach zehn bis zwölf Minuten bei weiterhin schwacher Hitze ist das "Omelette natur" so gut wie fertig.

Kurz noch den Pfannenwender unter die leicht gebräunte Unterseite heben und umklappen, damit das Omelett auch von der anderen Seite leicht bräunen kann. Soweit die Grundlage der Eierspeise, die sich aber je nach Geschmack wunderbar ergänzen lässt: Milch, Sprudelwasser, frisch geriebene Muskatnuss, Sahne, Creme fraiche, Kräuter und Käse.

Das Ei ist ein wertvolles Nahrungsmittel

Die Grundzutat "Ei" ist für Ernährungswissenschaftlerin Jola Jaromin-Bowe eines der hochwertigsten Lebensmittel. "Meine Faustformel lautet "Jeden Tag ein Ei und sonntags auch mal zwei"", verrät die Ökotrophologin. "Besonders wertvoll sind Eier, weil sie eine Vielfalt von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien liefern. Darin sind fettlösliche und wasserlösliche Vitamine enthalten", sagt die Bloggerin (food-coaching.de).

Es gibt unterschiedlichen Arten, ein Omelett zuzubereiten. Ein klassisches französisches Omelett kommt nicht gebräunt auf den Teller. Dank der Zugabe von kalter Butter wirkt es fast samtig im Geschmack. Für ein Schaumomelett sind einige Handgriffe mehr nötig. Eigelb und Eiklar werden vorher getrennt. Das Eigelb wird mit Gewürzen und Kräutern verquirlt, das Eiweiß steif geschlagen. Es wird erst vor dem Ausbacken in Butter unter das Eigelb gezogen. Eine wunderbar locker-luftige Konsistenz ist der Mühe Lohn.

Gemüse sollte man besser vorgaren

"Es gibt kaum Grenzen für die Füllung eines Omeletts", sagt Inga Pfannebecker, Diplom-Ökotrophologin und Kochbuchautorin. Einer ihrer Favoriten ist das Omelett gefüllt mit Spinat und Grillkäse. "Ich persönlich mag Gemüse als Füllung gerne", verrät die Ernährungsexpertin. Je nach Konsistenz des Gemüses muss es eventuell vorgegart werden. Das gilt auch für Pilze.

Zwiebeln, Paprikaschoten, Zucchini, Auberginen, Tomaten, aber auch Bohnen und Brokkoli eignen sich ebenso wie Karotten, Knollensellerie und Pastinake als Füllung für die Eimasse. Wer Ergänzungen zum Gemüse wünscht, greift zum Schinken, Bacon oder Hähnchenfleisch.

Andere Akzente setzt ein Omelett mit Räucherlachs oder geräucherter Forelle in Begleitung von Kapern. Shrimps und Garnelen machen aus der Eierspeise ein kleines Luxusessen. Für Jola Jaromin-Bowe hat ein Omelett mit Kartoffeln, Möhren und Lachs das Zeug zum "Superfood". "Für meinen Geschmack harmonieren die Eier mit den Kartoffeln", sagt sie. "Toll ist auch die mediterrane Variante mit Schafskäse, Oliven und Paprikaschoten."

Auch Veganer können Omelett essen

Passend für ein Brunch-Buffet oder ein Picknick ist die Muffinvariante: Dann wird das Gemüse für die Füllung hauchfein geschnipselt und mit der Eimasse in einer Muffinform "gebacken".

Übrigens müssen Menschen, die sich vegan ernähren, nicht auf ein Omelett verzichten. Naturtofu, Seidentofu oder Kichererbsenpulver dienen dann als Ersatz für das Ei. Björn Moschinski, veganer Koch und Buchautor, hat gute Erfahrungen mit Seidentofu gemacht: "Die Herausforderung ist es, die gute saftige Konsistenz zu erreichen", sagt er. "Zudem die Farbe und auch die Geschmacksnoten."

Seidentofu wird mit einem Universalzerkleinerer so klein zerhackt, dass er einer Eimasse ähnelt. In der Pfanne stockt diese Masse. Da die weiß ist, sorge Kurkuma für eine schöne gelbliche Färbung, so Moschinski. Den Ei-Geschmack liefere Kala Namak, ein Schwefelsalz. (dpa)