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Was Bautzen von den USA lernen will

Die Stadt hat sich jetzt für ein Projekt qualifiziert. Dabei geht es um einen Erfahrungsaustausch zum Thema Integration.

© dpa

Bautzen. Die Städte Leipzig und Jena haben an dem Projekt bereits teilgenommen, nun wurde auch Bautzen dafür ausgewählt. Ende April darf eine Delegation für zehn Tage in die USA reisen. In zwei Kommunen werden sich die Vertreter der Stadt dann mit amerikanischen Integrationshelfern austauschen, vor Ort Flüchtlinge treffen, Aktionspläne entwerfen und sich über die Einwanderungspolitik informieren. Eingebunden in das Projekt sind neben der Stadtverwaltung auch der Verein „Willkommen in Bautzen“, das Steinhaus und das Deutsch-Sorbische Volkstheater. Noch steht allerdings nicht fest, in welche Gemeinden in den USA die Bautzener reisen werden.

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Die eigenen vier Wände sind eines der größten Projekte im Leben. Am 16. November können Interessenten die vier entstehenden Doppelhäuser auf der Landheimstraße besichtigen.

Dagegen ist schon klar, dass auch eine kleine Delegation aus den USA nach Bautzen kommen wird, um die Integrationsarbeit hier kennenzulernen. Im November ist das geplant. Abschließend reisen die Teilnehmer gemeinsam zu einem Kolloquium nach Berlin, wo sie Politiker aus Deutschland und den USA treffen werden. Das Projekt „Transatlantic Exchange“ wurde im Jahr 2016 ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern in Deutschland und den USA zu fördern, den Menschen ein besseres Ankommen zu ermöglichen.

Die Initiative wird von der Heinrich-Böll-Stiftung und der gemeinnützigen Organisation „Welcome America“ unterstützt. Jedes Jahr haben fünf Gemeinden aus Deutschland und vier aus den USA die Chance, an dem Projekt teilzunehmen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, möchte Bautzen mit dabei sein, um vom Erfahrungsschatz der USA als klassisches Einwanderungsland zu profitieren. Um überhaupt in das Programm aufgenommen zu werden, hat die Stadt bereits einiges getan. So lud Bautzen schon im März Vertreter der Organisation „Welcome America“ ein. Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) führte die Gäste durch Bautzen. Außerdem lernten die Vertreter der Organisation jene kennen, die sich für die Flüchtlinge in der Stadt engagieren.

Bei einem Projekt soll es nicht bleiben. Die Stadt Bautzen strebt einen langfristigen Austausch mit den US-amerikanischen Partnern an. (SZ/mho)