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Augusto

Was einen Wein vegan macht

Was bitte soll denn an vergorenem Traubensaft nicht vegan sein? Der Unterschied liegt in der Herstellung.

© dpa/Fredrik Von Erichsen (Symbolfoto)

München. Finden Verbraucher im Regal veganen Wein, kommen sie ins Stutzen. Was soll denn an normalem Wein nicht vegan sein? Der Unterschied liegt in der Herstellung. 

Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

"Traditionell verwenden Winzer tierische Eiweiße aus Hühnerei, Milch, Fisch oder auch Gelatine, um den Wein zu klären", erläutert Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Das Eiweiß verbinde sich mit den Trübstoffen im Wein und werde im Anschluss wieder entfernt.

Hinweis auf "tierische Helfer" nicht vorgeschrieben

Es bleiben allerdings so gut wie keine tierischen Produkte zurück. Eine Kennzeichnung dieser Eiweiß-Helfer sei deshalb für Wein nicht vorgeschrieben. Bei hochgradigen Milch-, Ei- und Fischallergikern können Spuren dieser Stoffe jedoch zu unerwünschten Symptomen führen.

"Bei veganem Wein werden tierische Hilfsstoffe durch mineralische Stoffe wie Bentonit oder pflanzliches Eiweiß aus Erbsen, Bohnen oder Kartoffelstärke ersetzt", so Sabine Hülsmann. Es gebe mittlerweile auch Winzer, die komplett auf die Klärung mit Hilfsstoffen verzichten. Sie geben dem Wein mehr Zeit, sich auf natürliche Weise zu klären. (dpa)