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Görlitz

Was fünf Görlitzer nach Nepal verschlägt

Katrin Götz, Steffi Richter und drei weiteren Mitgliedern vom Pelmang-Verein steht gerade ein langer Fußmarsch bevor. Mit schwerem Gepäck.

Katrin Götz (links), Simone Niedrig und die anderen sind inzwischen auf dem (Fuß-)Weg nach Pelmang. Begleitet werden sie wieder von Macchindra, der den Görlitzer Pelmang-Freunden schon oft zur Seite stand. © privat

Katrin Götz hat wieder die Wanderschuhe an. Vier bis fünf Tage Fußmarsch durch Nepal liegen vor ihr und ihren Begleitern. Es geht bis ins Himalaya-Gebirge, bis nach Pelmang. In dem Dorf haben die Bewohner in den vergangenen Monaten eine Medizinstation errichtet. Katrin Götz, Simone Niedrig, Kerstin Schumann, Steffi Richter und Andreas Gruhl vom Görlitzer Pelmang-Verein kommen genau rechtzeitig zu Besuch. Am kommenden Montag wird die Health Post, die Medizinstation, eingeweiht.

Die Fünf kommen aber nicht nur zum Feiern, sondern vor allem, um die Bewohner der Region medizinisch zu unterstützen. Steffi Richter ist Kinderärztin in Görlitz. Gemeinsam mit einem Zahnarzt, einer Gynäkologin, einem Allgemeinmediziner und einer Pharmazeutin aus Nepal wird sie in der neuen Medizinstation die Bewohner von Pelmang und umliegender Orte untersuchen und Medikamente bereitstellen.

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Katrin Götz ist die Initiatorin des Pelmang-Vereins in Görlitz, der die Bewohner des Ortes seit Jahren unterstützt, darunter bei der Bildung und der medizinischen Versorgung. Über den Verein sind Patenschaften zwischen Görlitzern und den Bewohnern von Pelmang entstanden, die Vereinsmitglieder waren schon öfter für Projekte zu Besuch. Katrin Götz ist Lehrerin am Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz, dort gibt es auch eine Nepal-AG. 

Mit 15 Schülern waren sie und zwei weitere Lehrer voriges Jahr in den Herbstferien für drei Wochen in Nepal, auch in Pelmang. Dort haben die Görlitzer Schüler ihre Patenkinder besucht und auch beim Bau der Medizinstation mit angepackt. „Sie wären jetzt am liebsten wieder mitgekommen“, erzählt Katrin Götz. Nach ihrer Reise hatten die Schüler mehrere Vorträge gehalten, bei denen die Besucher eine Spende geben konnten. Dadurch und dank weiterer Schüleraktionen sind 4 000 Euro zusammengekommen. „Das ist wirklich viel“, sagt Katrin Götz. Das Geld wird für die Health Post genutzt.

Katrin Götz freut sich darüber, wie viele Patenschaften zwischen Görlitzern und Familien in Pelmang es inzwischen gibt, wie viel die Görlitzer insgesamt für die Bewohner geben, finanziell wie auch an Sachspenden. Von denen nehmen die Fünf wieder eine ganze Menge mit, hundert Kilo sind es bestimmt, schätzt Katrin Götz.

Für sie und die anderen vier steht jetzt ein langer Fußmarsch an. Am Freitag ging die Reise los, sie flogen von Deutschland nach Istanbul, von dort weiter nach Kathmandu, die Hauptstadt von Nepal, wo sie noch viele Dinge für die Bewohner von Pelmang eingekauft haben, darunter Schulrucksäcke für die Kinder. Mit einem kleineren Flieger ging es dann weiter in Richtung Himalaya-Gebirge. Jetzt heißt es: laufen. Reichlich fünf Tage bleibt die Gruppe dann in Pelmang, zum Beispiel, um die Patenfamilien der Görlitzer zu besuchen.

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