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Deutschland & Welt

Was heute wichtig ist

Schafhalter fordern besseren Wolfsschutz, Waffenerlaubnis für "Reichsbürger" vor Gericht, von der Leyen erklärt Pläne als EU-Kommissionschefin. 

© Patrick Pleul/dpa (Symbolbild)

+++ Schafhalter fordern besseren Schutz vor Wölfen +++

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Die deutschen Schafzüchter fordern einen besseren Herdenschutz vor Wölfen und weisen auf Gefahren für die Sicherheit der Deiche hin. Dazu lädt die Vereinigung Deutscher Landesschaftszuchtverbände am Mittwoch auf den Hof des brandenburgischen Schäfers Dirk Hoffmann in Märkisch-Wilmersdorf (Teltow-Fläming) ein. Die Vereinigung fordert neben dem Abschuss von Wölfen, die Schafe angreifen, einen besseren Herdenschutz, beispielsweise mit Hilfe technischer Lösungen. Demnach wünschen sich die Schafhalter mehr Forschung zu Techniken, mit denen sich Wölfe etwa mit Hilfe von Licht oder chemischen Substanzen vergämen lassen könnten. Aus Sicht des Verbands sei der Schutz der Schafe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, weil diese für den Erhalt der Deiche an Küsten und Flüssen sorgten.

+++ Waffenerlaubnis für "Reichsbürger" vor Gericht +++

Dutzende mutmaßliche "Reichsbürger" in Bayern fordern vor Gericht ihre Waffen zurück. Allein am Verwaltungsgericht München sind nach Angaben eines Sprechers rund 70 entsprechende Klagen anhängig. Gleich vier davon werden am Mittwoch verhandelt. Unter den Klägern sind auch ein ehemaliger Biathlet und ein prominenter Gebirgsschütze.

+++ Neue Tarifverhandlungen im Einzelhandel +++

Die Verhandlungen um mehr Geld für Zehntausende Beschäftigte des Einzelhandels in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sollen am Mittwoch in Weimar fortgesetzt werden. Die Gewerkschaft Verdi forderte bisher 2 Cent mehr pro Minute, umgerechnet 7,6 Prozent Plus. Die Arbeitgeber boten auf zwei Jahre verteilt eine Anhebung um 1,7 Prozent sowie 1,2 Prozent an. Zudem wollen sie das Urlaubsgeld erhöhen, das in einen Beitrag zur Altersvorsorge umgewandelt werden kann. Bereits am Montag und Dienstag legten teils Hunderte Verkäufer ihre Arbeit nieder, um den Druck auf die Arbeitgeber-Seite zu erhöhen. Betroffen waren laut Verdi unter anderem Filialen von Kaufland, Ikea und H&M.

+++ IAEA berät über Atomabkommen mit dem Iran +++

Der Iran hat in den vergangenen Tagen demonstrativ gegen zwei zentrale Auflagen des Atomabkommens von 2015 verstoßen - am Mittwoch berät nun der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über dieses Vorgehen und die möglichen Folgen. Mit dabei sind die Vertreter von 35 Staaten, mit Beschlüssen wird nicht gerechnet. Die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben den Iran bereits am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini zur Einhaltung des internationalen Atomabkommens aufgefordert. Der Iran hatte zuletzt die Menge an erlaubtem Uran und die Obergrenze bei dessen Anreicherung überschritten - beides zentrale Auflagen aus dem 2015 in Wien verabschiedeten Abkommen. 

+++ Seehofer stellt Entwicklungspläne für strukturschwache Regionen vor +++

Bund, Länder und Kommunen haben noch keinen gemeinsamen Weg gefunden, wie man strukturschwachen Regionen aus der Krise helfen kann. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stellt zwar an diesem Mittwoch in Berlin zusammen mit zwei Kabinettskolleginnen die Handlungsempfehlungen der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" vor - allerdings nur aus Sicht des Bundes. Mit den Ländern und Kommunen soll dann im Herbst in einer weiteren Gesprächsrunde besprochen werden, welche Maßnahmen davon verwirklicht werden. Vor der Vorstellung der Kommissionsergebnisse will sich das Bundeskabinett mit ihnen befassen.

+++ Von der Leyen spricht zu Plänen als EU-Kommissionschefin +++

Ursula von der Leyen äußert sich am Mittwoch erstmals öffentlich über Pläne und Ziele im Fall ihrer Wahl zur Präsidentin der Europäischen Kommission. Die Grünen im Europaparlament haben die CDU-Politikerin zu einer Anhörung eingeladen, die im Internet übertragen ab 16.30 Uhr in Internet übertragen wird. Zuvor wird die deutsche Verteidigungsministerin in den Fraktionen der Sozialdemokraten und der Liberalen sowie bei der Konferenz der Fraktionsvorsitzenden im EU-Parlament in Brüssel erwartet. Von der Leyen wirbt um Unterstützung für ihre Kandidatur, bevor sie sich voraussichtlich am kommenden Dienstag im Europaparlament zur Wahl stellt.

+++ Weltraum-Projekt zur Tierbeobachtung startet +++

Das deutsch-russische System Icarus zur Erfassung von Tierbewegungen vom All aus soll am Mittwoch an den Start gehen. Zunächst wird dabei ein Testsignal an die Icarus-Antenne geschickt, die sich an der Raumstation ISS befindet. In einigen Monaten wollen mit dem weltraumgestützten Beobachtungssystem Wissenschaftler mehr über das Leben der Tiere auf der Erde herausfinden, wie es beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Vorfeld hieß. Die Forscher rüsten dafür verschiedene Tierarten mit Mini-Sendern aus, die ihre Messdaten an die Antenne auf der ISS schicken. Es gehe unter anderem darum, auf welchen Routen die Tiere wandern, unter welchen Bedingungen sie leben und wie sie am besten geschützt werden können. (dpa)