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Deutschland & Welt

Was heute wichtig wird

Merkel spricht mit Skandinaviern übers Klima,  "Trittbrettfahrerinnen gesucht" beim Müllabfuhr-Speeddating, Gamescom startet, Machtpoker in Rom geht weiter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist derzeit im Norden Europas unterwegs.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist derzeit im Norden Europas unterwegs. © Michael Kappeler/dpa

+++ Merkel trifft skandinavische Regierungschefs - Klima im Fokus +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich in Island mit den Regierungschefs Skandinaviens. Bei dem Arbeitsmittagessen auf der Insel Videy bei Reykjavik soll es der Bundesregierung zufolge um europäische und internationale Themen gehen, nach Angaben der Skandinavier spielt vor allem das Klima eine zentrale Rolle. Neben der Kanzlerin und der isländischen Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir werden auch die Regierungschefs aus Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland im hohen Norden erwartet. Vor dem Treffen besichtigt Merkel das Geothermie-Kraftwerk Hellisheidi. Anlass des Treffens ist die jährliche informelle Sommerzusammenkunft des Nordischen Rates. Die Skandinavier haben Merkel diesmal als Gast eingeladen.

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+++ "Trittbrettfahrerinnen gesucht" - Speeddating bei der Müllabfuhr +++

Mit dem Slogan "Trittbrettfahrerinnen gesucht" wirbt Hannover um Frauen für die Müllabfuhr. "Als Heldin in Orange arbeitest du mit tollen Kollegen und sorgst fu?r saubere Straßen", verspricht der kommunale Abfallentsorger aha. Bei einem Job-Speeddating könnten Interessierte ungezwungen mit zukünftigen Kollegen sowie Vorgesetzten ins Gespräch kommen. Für den Job müsse man eine gewisse Fitness mitbringen sowie gern an der frischen Luft sein, heißt es auf der Internetseite der aha-Kampagne #megahappy.

+++ Gamescom startet - Cloud-Gaming ein Schwerpunkthema +++

Die weltgrößte Computerspielmesse Gamescom gewährt zuerst der Presse und Fachleuten Einblick in Neuheiten der Branche. Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr das sogenannte Cloud-Gaming, bei dem Spiele auf externen Servern laufen und dadurch eigene Endgeräte entlastet werden sollen. Dieser Technik wird ein großes Potenzial beigemessen, auch weil Spiele - etwa in puncto Grafik - immer aufwendiger werden. Der für digitale Infrastruktur zuständige Bundesminister Andreas Scheuer sowie Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (beide CSU) lassen sich auf einem Rundgang einige Messestände zeigen. Die großen Massen strömen ab Mittwoch in die Hallen - dann ist das breite Publikum zugelassen. 

+++ Bundesgericht entscheidet über Unfallschutz bei Probearbeit +++

Steht ein Arbeitsuchender bei einem Probearbeitstag in einem Unternehmen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung? Darüber entscheidet das Bundessozialgericht in Kassel. Verhandelt wird ein Fall aus dem Raum Halle. Der Kläger hatte sich bei einem Entsorger von Lebensmittelabfällen beworben. Bei einem unbezahlten Probearbeitstag stürzte er und verletzte sich am Kopf. Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik lehnt die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab. Der Kläger sei nicht in den Betrieb eingegliedert gewesen. Die vorigen Instanzen hatten zugunsten des Arbeitsuchenden entschieden. (Aktenzeichen B 2 U 1/18 R) 

+++ Machtpoker in Rom: Conte gibt Erklärung ab  +++

Im Poker um die Macht in der italienischen Regierung wird eine richtungsweisende Erklärung von Ministerpräsident Giuseppe Conte erwartet. Der rechtspopulistische Innenminister und Vize-Premier Matteo Salvini hatte die Koalition aus seiner Lega mit der Fünf-Sterne-Bewegung vor knapp zwei Wochen gesprengt. Er will die Allianz zu Fall bringen und eine schnelle Neuwahl, weil er derzeit in Umfragen hohe Popularität genießt. Gegen Conte hatte er ein Misstrauensvotum gefordert. Jedoch ist vollkommen unklar, ob es zu diesem Schritt kommt oder ob Conte im Senat in Rom gar selbst seinen Rücktritt ankündigt.

+++ Steinmeier eröffnet interreligiöses Treffen in Lindau +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) eröffnet die 10. Weltkonferenz von Religions for Peace. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation ist es mit 900 Teilnehmern aus etwa 100 Ländern das größte interreligiöse Treffen der Welt. Ranghohe Religionsvertreter und Regierungsmitglieder werden in den kommenden Tagen in Lindau am Bodensee erwartet, um über Lösungen in verschiedenen Konfliktregionen zu diskutieren. Schwerpunkt des diesjährigen Treffens ist die Rolle von Frauen in Friedensprozessen. Am Donnerstag (22. August) wird Ela Gandhi, die Tochter des indischen Freiheitskämpfers Manilal Gandhi, an einer Plenumsdiskussion zu Gewalt gegen Frauen teilnehmen. (dpa)