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Deutschland & Welt

Was heute wichtig wird

Urteil zum tödlichen Messerangriff in Chemnitz, Kretschmer kämpft um Direktmandat für Görlitz, Studie beschreibt Unterschiede der Lebensverhältnisse.

Der Angeklagte Alaa S. (r), der an der tödlichen Messerattacke gegen Daniel H. in Chemnitz beteiligt gewesen sein soll, wird heute verurteilt.
Der Angeklagte Alaa S. (r), der an der tödlichen Messerattacke gegen Daniel H. in Chemnitz beteiligt gewesen sein soll, wird heute verurteilt. © Matthias Rietschel/Reuters Pool/dpa

+++ Gerichtsurteil zum tödlichen Messerangriff von Chemnitz +++

Im Prozess zur tödlichen Messerattacke auf einen Deutschen vor knapp einem Jahr in Chemnitz wird in Dresden das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer eine Gesamtfreiheitsstrafe für den Angeklagten von zehn Jahren wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gefordert. Der Angeklagte hat sich während des Prozesses nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. In einem kürzlichen TV-Interview  beteuerte der 24-Jährige jedoch seine Unschuld. Der Syrer soll gemeinsam mit einem flüchtigen Iraker am 26. August 2018 am Rande eines Stadtfests einen 35-Jährigen mit Messerstichen getötet und einen weiteren Mann schwer verletzt haben. 

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+++ Kampf um Direktmandat für Görlitz - Kretschmer beim Wahlforum +++

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) stellt sich als Direktkandidat in seinem Görlitzer Wahlkreis der Diskussion mit seinen Konkurrenten. Eingeladen zu dem Wahlforum im Görlitzer Wichernhaus hat die Landeszentrale für politische Bildung. In einer Podiumsdiskussion präsentieren die Kandidaten sich und ihre Pläne für die Region. Unter anderem geht es um Themen wie den Braunkohleausstieg und den Strukturwandel in der Lausitz. Mit dabei sind neben Kretschmer Mirko Schultze (Linke), Mike Thomas (SPD), Sebastian Wippel von der AfD sowie Grünen-Kandidatin Franziska Schubert und Stefan Waurich von der FDP. 

+++ Studie zu Unterschieden deutscher Lebensverhältnisse +++

Wie gleichwertig sind die Lebensverhältnisse in Deutschland? Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung will das am Donnerstag (10.30) in einem "Teilhabeatlas" darstellen. Dafür haben die Autoren 401 Landkreise und kreisfreie Städte nach Indikatoren wie kommunalen Steuereinnahmen, Hartz-IV-Quoten, Schulabbrechern, Haushaltseinkommen, Abwanderung, schnellem Internet, Infrastruktur und Lebenserwartung verglichen. Die Analyse offenbare erhebliche Differenzen in den gesellschaftlichen Teilhabechancen ihrer Bewohner, heißt es vorab. 

+++ Statistikamt legt Zahlen zu Verkehrsunfällen vor +++

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden legt vorläufige Ergebnisse zu Verkehrsunfällen im ersten Halbjahr 2019 vor. Die Entwicklung der Monate Januar bis Mai lässt auf eine leichte Erhöhung der Unfallzahlen in Deutschland schließen - bei weniger Verkehrstoten und Verletzten. Die Zahl der Unfälle im Zweiradverkehr könnte 2019 weiterhin zunehmen, hatte kürzlich der Fahrradclub ADFC prognostiziert. Denn Radwege würden auch durch die seit Mitte Juni zugelassenen E-Scooter immer gefährlicher, da auch dort der Platz geringer werde. 

+++ Merkel zu deutsch-niederländischen Klimagesprächen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist mit mehreren Bundesministern zu Klimagesprächen mit der niederländischen Regierung nach Den Haag. Die beiden Nachbarländer wollen den Kampf gegen die Erderwärmung gemeinsam verstärken. Ein zentrales Thema ist die Frage, wie der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) verteuert werden soll, um ihn einzudämmen. Die Bundesregierung ringt noch um ein Konzept für einen CO2-Preis. Am 20. September soll das Klimakabinett ein Paket verabschieden mit dem Ziel, die deutschen Treibhausgase bis 2030 um 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken. 

+++ Frankreichs Präsident empfängt britischen Premier +++

Nach seinem Antrittsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel reist der britische Premierminister Boris Johnson weiter nach Frankreich. Staatschef Emmanuel Macron erwartet Johnson in Paris zu einem Mittagessen, wie der Élyséepalast vorab mitteilte. Neben dem britischen EU-Austritt sollen der G7-Gipfel, der am Samstag im französischen Badeort Biarritz beginnt, die Irankrise und der Syrienkonflikt auf der Agenda stehen. Johnson besucht Berlin und Paris, um eine Nachverhandlung des EU-Austrittsabkommens mit Brüssel zu erreichen. (dpa)