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Deutschland & Welt

Was heute wichtig wird

Seehofer sucht Verbündete für Seenotrettung, Medienpreis für "Hutbürger"-Filmteam, Physik-Nobelpreis wird verkündet - was der Tag bringt.

Das beschlagnahmte Rettungsschiff "Eleonore" der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline liegt im Hafen Pozallo, Italien, im Vordergrund liegt ein Teil der 104 Rettungswesten der im September geretteten Migranten.
Das beschlagnahmte Rettungsschiff "Eleonore" der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline liegt im Hafen Pozallo, Italien, im Vordergrund liegt ein Teil der 104 Rettungswesten der im September geretteten Migranten. © Johannes Filous/dpa

+++ Seehofer sucht Verbündete für Lösung zur Seenotrettung +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will bei seinen EU-Kollegen für eine Übergangslösung zur Seenotrettung werben. Zusammen mit den Innenministern aus Frankreich, Italien und Malta hatte er kürzlich im maltesischen Vittoriosa eine Grundsatzeinigung für die Verteilung aus Seenot geretteter Migranten erzielt. Für die Umsetzung müssen jedoch weitere Staaten gewonnen werden. Im Vorfeld des Innenministertreffens am Dienstag in Luxemburg dämpfte sein Sprecher die Erwartungen.

Shopping-Vielfalt mitten in Dresden

Die Altmarkt-Galerie Dresden bietet mit seinen rund 200 Shops vielfältige Möglichkeiten zum Shoppen und Genießen

+++ Leipziger Medienpreis für Journalisten +++

Der Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien geht in diesem Jahr an Fernsehjournalisten aus Österreich und Deutschland. Zum einen wird der ORF-Journalist Armin Wolf ausgezeichnet, der im Nachbarland mehrfach von der rechtspopulistischen FPÖ attackiert wurde. Zum anderen werden der deutsche Reporter Arndt Ginzel und sein Kameramann Gerald Gerber geehrt. Sie wurden bundesweit bekannt, als sie in Dresden bei einer Pegida-Demonstration von einem später "Hutbürger" genannten Teilnehmer angegangen und anschließend langwierig von der Polizei kontrolliert wurden.

+++ Tierschutzverfahren - Staatsanwältin wegen Rechtsbeugung vor Gericht +++

Wegen Rechtsbeugung muss sich eine Kieler Staatsanwältin von Dienstag (9.00 Uhr) an vor dem Kieler Landgericht verantworten. Auf Anweisung der 44 Jahre alten früheren Tierschutz-Dezernentin sollen in großem Stil Tiere beschlagnahmt und notverkauft worden sein, ohne dass die Besitzer in den jeweiligen Fällen angehört und ihnen das Recht auf Widerspruch eingeräumt wurde. Dazu zählten unter anderem ein Elefant, zwei Tiger und zwei Löwen.

+++ Physik-Nobelpreis wird verkündet +++

Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften verkündet in Stockholm den oder die diesjährigen Physik-Nobelpreisträger. Im vergangenen Jahr waren der Amerikaner Arthur Ashkin sowie der Franzose Gérard Mourou und die Kanadierin Donna Strickland für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik ausgezeichnet worden. Strickland war erst die dritte Frau in der Nobelgeschichte, die mit dem Physik-Nobelpreis geehrt wurde. Dotiert ist der Preis in diesem Jahr mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro).

+++ EU-Parlamentspräsident bei Johnson +++

Auf der Suche nach einer Lösung im Brexit-Streit reist EU-Parlamentspräsident David Sassoli nach London zu Premierminister Boris Johnson. Am frühen Abend beraten beide, wie doch noch vor dem für Ende Oktober geplanten britischen EU-Austritt eine einvernehmliche Lösung gefunden werden könnte. Johnson hatte vorige Woche neue Vorschläge für ein geändertes Austrittsabkommen gemacht, die aber in der EU auf Widerstand treffen. (dpa)