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Deutschland & Welt

Was heute wichtig wird

Leipzig feiert 30 Jahre Friedliche Revolution, in Dresden startet ein Waffen-Prozess, der Klimaschutzplan bis 2030 soll beschlossen werden - das bringt der Tag.

Der Tag der Friedlichen Revolution 1989 wird mit einem Lichtfest abgeschlossen.
Der Tag der Friedlichen Revolution 1989 wird mit einem Lichtfest abgeschlossen. © MDR/Stephan Flad/MDR Mitteldeutscher Rundfunk/obs

+++ Leipzig feiert 30 Jahre Friedliche Revolution +++

Zahlreiche Veranstaltungen erinnern am Mittwoch an die Großdemonstration vor 30 Jahren in Leipzig. Mit dem Ruf "Wir sind das Volk" hatten dort am 9. Oktober 1989 rund 70.000 Menschen für Freiheit und Demokratie demonstriert. Die gewaltfreien Proteste gelten als Durchbruch für die Friedliche Revolution in der DDR. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will bei einem Festakt im Leipziger Gewandhaus die Geschehnisse in einer Rede würdigen. Später gibt es das traditionelle Friedensgebet in der Nikolaikirche. Von der Kirche im Herzen der Stadt gingen die Demonstrationen vor 30 Jahren aus. Im Anschluss lädt die Stadt zum Lichtfest.

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+++ Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof - Prozessbeginn +++

Zwei Männer müssen sich vor dem Dresdner Landgericht unter anderem wegen der unerlaubten Einfuhr und des Besitzes von Kriegswaffen verantworten. Für den Prozess (Az: 2 KLS 431JS 9424/19) gegen die zur Tatzeit 17 und 29 Jahre alten Männer sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Die aus Bosnien stammenden Tatverdächtigen wurden im Februar mit 95 Handgranaten sowie mehreren Gewehren, Faustfeuerwaffen und Munition erwischt. Die Anklage geht davon aus, dass die Männer die Kriegswaffen nach Deutschland schmuggelten, um sie anschließend mit Gewinn weiterzuverkaufen. Verhandelt wird wegen des Alters eines der Angeklagten vor der Jugendstrafkammer. 

+++ Kabinett soll Klimaschutzplan für 2030 beschließen +++

Das Bundeskabinett will das Klimaschutzprogramm für das Jahr 2030 beschließen. Darin erklärt die Regierung, was Deutschland im Kampf gegen die Erderwärmung bis dahin konkret tun will. Die Grundsatzbeschlüsse des Klimakabinetts aus dem September werden konkretisiert und für einzelne Bereiche wie die Energiewirtschaft, den Gebäudesektor und die Landwirtschaft ausbuchstabiert. Deutschland will seinen Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2030 um 55 Prozent reduzieren im Vergleich zu 1990. Bis Mitte des Jahrhunderts soll die Bundesrepublik weitgehend klimaneutral werden, also unter dem Strich keine klimaschädlichen Treibhausgase mehr ausstoßen.

+++ Ersatzgeschwächte DFB-Elf testet gegen Argentinien +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss in Dortmund mit einer stark ersatzgeschwächten Elf das Kräftemessen mit dem zweimaligen Weltmeister Argentinien bestreiten. Bundestrainer Joachim Löw sprach wegen des Ausfalls von zahlreichen Topkräften wie Toni Kroos oder Ilkay Gündogan von "einer unerfreulichen Gesamtlage". Löw muss im Signal-Iduna-Park eine Formation aufbieten, die so noch nicht aufgelaufen ist. Im Tor erhält Marc-André ter Stegen die geforderte Bewährungschance. Löw gab zudem den Länderspielneulingen Niklas Stark von Hertha BSC und Luca Waldschmidt vom SC Freiburg eine Einsatzgarantie in der Startelf. Bei den Argentiniern fehlt der gesperrte Weltfußballer Lionel Messi. 

+++ Euro-Finanzminister beraten über Eurozonenbudget +++

Die Euro-Finanzminister beraten am Mittwoch (13.00 Uhr) in Luxemburg über das umstrittene Eurozonenbudget. Bei dem Treffen, zu dem auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) erwartet wird, sollen weitgehende Fortschritte erreicht werden. Das Eurozonenbudget gehörte ursprünglich zu den Europa-Visionen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Er sprach sich 2017 für einen Multi-Milliarden-Haushalt ausschließlich für die Euro-Staaten aus. Das Budget war für ihn ein Symbol eines großen Aufbruchs für die EU. 

+++ Automanager tauschen sich über Zukunftsstrategien aus +++

Über die Erfolgschancen ihrer Zukunftsstrategien tauschen sich Spitzenvertreter der Autoindustrie beim "Branchengipfel" in Nürtingen bei Stuttgart aus. Gastgeber ist das Institut für Automobilwirtschaft (IfA), als Redner vor den gut 600 Gästen haben sich unter anderem Daimler-Chef Ola Källenius und Opel-Chef Michael Lohscheller sowie VW-Vorstandsmitglied Jürgen Stackmann und sein BMW-Kollege Peter Schwarzenbauer angekündigt. IfA-Chef Stefan Reindl sieht mit den anstehenden Weichenstellungen beim Brexit oder im Streit um Zölle "Schlüsselentscheidungen" auf die gesamte Branche zukommen - in einer Zeit, in der ohnehin gewichtige Zukunftsfragen geklärt werden müssen.

+++ Chemie-Nobelpreisträger wird bekanntgegeben +++

Nobelpreis-Bekanntgabe Nummer drei: Nach den Auszeichnungen in Medizin und Physik wird der Preisträger in der Kategorie Chemie gekürt. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm wollte ihre diesjährige Auswahl mittags bekanntgeben. Im vergangenen Jahr war der renommierte Preis zur Hälfte an Frances Arnold aus den USA und zur anderen Hälfte an dessen Landsmann George Smith sowie den Briten Gregory Winter für ihre Beiträge zur Entwicklung einer grünen chemischen Industrie gegangen. Wie im Vorjahr ist der Nobelpreis mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotiert.