merken

Deutschland & Welt

Was heute wichtig wird

Klage gegen Flixbus mit bundesweiter Bedeutung, Urteil in "Oldschool Society"-Prozess in Dresden, ein doppelter Nobelpreis wird verkündet.

In München wird eine Klage gegen Flixbus verhandelt, die bundesweit Bedeutung für die Bezahlung auf Onlineportalen.
In München wird eine Klage gegen Flixbus verhandelt, die bundesweit Bedeutung für die Bezahlung auf Onlineportalen. © Lukas Görlach/dpa

+++ Urteil in weiterem "Oldschool Society"-Prozess erwartet +++

Im Terror-Prozess gegen die rechtsextreme Gruppierung "Oldschool Society" (OSS) am Oberlandesgericht (OLG) Dresden will der Staatsschutzsenat das Urteil für zwei Männer verkünden. Ein 43-Jähriger aus Chemnitz und ein 31-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Sie sollen als Mitglieder der OSS spätestens ab Januar 2015 Brand- und Nagelbombenanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte erwogen haben. Vor der Ausführung flog die Gruppe auf. Es ist das zweite OSS-Verfahren am OLG Dresden. Im Juli hatte der Staatsschutzsenat eine Bewährungsstrafe gegen ein 39 Jahre altes Gründungsmitglied verhängt. Vier andere Beschuldigte waren bereits im Frühjahr 2017 in München zu Haftstrafen verurteilt worden. 

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

+++ Klage gegen Flixbus wegen Extragebühren wird verhandelt +++

Das Münchner Oberlandesgericht verhandelt eine Klage von bundesweiter Bedeutung für das Online-Bezahlwesen: Dürfen Unternehmen von ihren Kunden Extragebühren für Paypal-Zahlungen und Sofortüberweisungen verlangen? Im konkreten Fall hat die Wettbewerbszentrale gegen das Fernbusunternehmen Flixbus geklagt, das beim Online-Fahrkartenkauf von den Fahrgästen Gebühr für die Nutzung dieser Zahlmethoden kassierte. In der ersten Instanz verlor Flixbus vor dem Landgericht München, das die Extragebühren im Dezember 2018 für rechtswidrig erklärte. Flixbus hat Berufung eingelegt, weswegen das Verfahren nun in die zweite Runde geht.

+++ Doppel-Bekanntgabe von Literaturnobelpreis in Stockholm +++

Die Schwedische Akademie gibt bekannt, wer die Literaturnobelpreise für die Jahre 2018 und 2019 erhält. Damit kürt die Institution in Stockholm nicht nur wie üblich den diesjährigen Preisträger, sondern holt gleichzeitig auch die Vergabe des Vorjahres nach. Diese war wegen eines Skandals bei der Akademie um das mittlerweile ausgetretene Mitglied Katarina Frostenson und deren Ehemann Jean-Claude Arnault ausgefallen. Letzter bisheriger Preisträger ist damit Kazuo Ishiguro, der 2017 mit der renommierten Auszeichnung geehrt worden war. 

+++ Frauen in Iran erhalten erstmals Zutritt ins Fußballstadion +++

Zum ersten Mal in der 40-jährigen Geschichte der Islamischen Republik Iran werden Frauen einen ungehinderten Zutritt ins Fußballstadion erhalten. Für das WM-Qualifikationsspiel des Irans gegen Kambodscha dürfen die Frauen erstmals mit einem frei zu kaufenden Ticket ins Asadi Stadion in Teheran. Iranischen Medien zufolge waren die 3.500 bis 4.000 Tickets für die vier separaten Frauentribünen innerhalb von wenigen Minuten vergriffen.

+++ Wurde ein Opfer zum Täter? - Prozess im Missbrauchsfall Lügde +++

Vor dem Landgericht Paderborn beginnt im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall Lügde ein weiterer Prozess. Angeklagt ist ein 16-Jähriger, dem die Staatsanwaltschaft sexuellen Missbrauch von drei Kindern vorwirft. Der Jugendliche soll selbst über Jahre hinweg von einem der mittlerweile verurteilten Haupttäter im Fall Lügde missbraucht worden sein. Am ersten Prozesstag wird nur die Anklage verlesen. Wegen des Alters des Angeklagten findet die Verhandlung zu seinem Schutz unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bis Ende Oktober hat das Gericht zwei weitere Prozesstage angesetzt.

+++ Forum warnt vor "schwerwiegenden" Klima-Folgen fürs Mittelmeer +++

Die Union für den Mittelmeerraum (UfM) will in Barcelona auf die besonders schlimmen Auswirkungen des Klimawandels auf die Region aufmerksamen machen. In der spanischen Metropole wolle man beim 4. UfM-Regionalforum die "wichtigsten Ergebnisse der ersten wissenschaftlichen Studie über die Auswirkungen von Klima- und Umweltveränderungen im Mittelmeerraum" vorstellen, teilten die Organisatoren im Vorfeld mit. Die Studie wurde den Angaben zufolge von rund 600 Wissenschaftlern aus 35 Ländern erstellt. Sie bilden ein von der UfM und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen eingerichtetes unabhängiges Netzwerk, das MedECC (Experten des Mittelmeerraums zu Klima- und Umweltwandel). (dpa)