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Was im Stadtteil geschafft wurde

Vor sieben Monaten luden OB und Verwaltung zum Rundgang zwischen Franziskaneum und Gartenstraße. Was bleibt zu tun?

© Claudia Hübschmann

Von Marcus Herrmann

Meißen. Dicht bebaut und relativ dicht besiedelt sei der Meißner Stadtteil Niederfähre/Vorbrücke, sagt Stadtbauamtsleiter Dirk Herr. Der Anteil an Mietwohnungen ist hoch, die Durchmischung aus alt und jung gegeben. Was sie alle benötigen, ist neben einer guten Infrastruktur auch ein gewisser Wohlfühlfaktor, gute Straßen und Gehwege und möglichst wenige Dreckecken. Um eine Bestandsaufnahme vorzunehmen und Aufgaben zu formulieren, wo es Verbesserungsbedarf gibt, hatten Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) und Mitarbeiter der Verwaltung im August 2017 zum Stadtteilrundgang gebeten. Der SZ verrät Dirk Herr, was sich seit dem verbessert hat.

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Der Fußweg um das Gymnasium Franziskaneum ist im Herbst 2017 erneuert worden. Weitere Gehwege im Stadtteil sollen in diesem und kommenden Jahr folgen. © Claudia Hübschmann

Schwerpunkt Straßen, Gehwege, Licht: Manches ist erst halb fertig

Noch im vergangenen Jahr konnten Fußwege an der Gartenstraße zwischen B 101 und August-Bebel-Straße, am Ratsweinberg und der Ludwig-Richter-Straße mit Betonpflaster erneuert werden. Zusammen kostete das etwa 100 000 Euro. „Dabei haben wir stets auch die Beleuchtung getauscht, übrigens auch auf der Robert-Blum-Straße sowie auf einem Teilstück der Niederfährer Straße“, sagt Dirk Herr. Dass zwischen Niederfährer und Pestalozzistraße der Fußweg nur halb erneuert wurde, liegt in der Finanzierung begründet. „Wir nutzen Ausgleichsbeiträge für das Sanierungsgebiet. Davon sind im letzten Jahr rund 80 000 Euro eingegangen. Weiteres wird dieses Jahr folgen, so die Signale der Eigentümer.“ Verbaut wird also immer das, was gerade finanziell möglich ist. 2018 soll der Fußweg fertig gepflastert werden. Ebenfalls in diesem Jahr sind Arbeiten an der Hafenstraße und Gustav-Graf-Straße (Gehweg und Beleuchtung) geplant. „Die übrigen Arbeiten an der Gartenstraße, das Teilstück Ratsweinberg bis Franziskaneum und Kanalarbeiten auf der Vorbrücker Straße werden voraussichtlich im kommenden Jahr vorgenommen“, so Herr. Langfristig ausgebaut werden soll die Zscheilaer Straße. Vor 2020 ist damit aber nicht zu rechnen. Denn zunächst müsse die Maßnahme genau geplant, Fördermittel beantragt werden. Herr rechnet mit Kosten von rund 400 000 Euro.

Schwerpunkt Verkehrsführung und Parken: Keine Besserung an Feldgasse

Wo die Feldgasse die Vorbrücker Straße schneidet, täte ein Verkehrsspiegel gut, so befanden im vergangenen August mehrere Anwohner. Passiert ist in dieser Hinsicht bisher nichts. Geprüft werde aber eine Einbahnstraßenregelung an der Feldgasse, um den Gefahrenpunkt abzuschwächen, sagt Dirk Herr. Bekannt sind die Schwierigkeiten an der Zscheilaer Straße neben der Firma Silgan. Weil hier häufig Lkw auf dem Fußweg parkten, musste die Stadt Betonklötzer aufstellen, um die Situation zu verbessern. „Das ist aber keine Dauerlösung“, sagte Bürgermeister Markus Renner bei einem Pressegespräch. Es solle unter Vermittlung des Wirtschaftsförderers versucht werden, eine Lösung mit der Logistikfirma zu finden. Schließlich lässt die Gehwegbreite wegen der Betonklötzer kaum genug Platz für Rollatoren oder Kinderwagen. Klappt es mit dem Ausbau ab 2020, würden sich einige Probleme erledigen, könnten neue Parkplätze für Pkw entstehen. Neue Parkbuchten existieren bereits an der Zscheilaer Straße zwischen Niederfährer- und Melzerstraße. Beim Thema Durchgangsverkehr über die Hafenstraße plant die Stadt, wieder eine Umfahrung in Richtung Altstadt einzurichten. Wann, ist noch unklar. In diesem Zusammenhang müsste auch eine Lösung für die parkenden Anwohner zwischen Hafenstraße 1 und 9 gefunden werden.

Schwerpunkt Sauberkeit, Sicherheit, Markierung: Verbotsschild gut zu sehen

Umgesetzt wurde das Vorhaben, das 30er-Schild an der Ecke Vorbrücker/Niederfährer Straße durch eine weiße Markierung auf der Straße zu ergänzen. Das soll Autofahrer stärker auf die Geschwindigkeitsbegrenzung aufmerksam machen. Das Parkverbotsschild am Beginn der Vorbrücker Straße ist nun besser zu sehen, da der Anwohner seine Hecke verschnitten hat. „Am Lindenplatz ist die Situation deutlich besser als im Sommer“, sagt Dirk Herr. Hier hätten Anwohner und Mitarbeiter des Bauhofs Sträucher gestutzt. Das Naturbeet werde regelmäßig betreut.

Die Situation für Fußgänger am schmalen Gehweg entlang der Hafenstraße könnte durch ein Halteverbotsschild für Pkw verbessert werden. „Das ist bisher aber nicht vorgesehen“, sagt Herr. Die Anwohner seien nicht einverstanden. Die fehlenden Autos könnten außerdem zum Rasen animieren. Schon jetzt gibt es damit an der Hafenstraße Probleme. Allen Seiten wird man es hier kaum Recht machen können.