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Genial Sächsisch

Was ist falsch an einem normalen Teelicht?

Hüllen von Teelichtern bestehen oft aus Aluminium. Ein Frevel für ein Wegwerfprodukt, sagt der Erfinder des NatürLichts Karsten Jahn.

Karsten Jahn ist der Erfinder des NatürLichts. Die Idee kam ihm in Kamerun, als er an einem Aluminium-Werk vorbeikam.
Karsten Jahn ist der Erfinder des NatürLichts. Die Idee kam ihm in Kamerun, als er an einem Aluminium-Werk vorbeikam. © Thomas Kretschel

Wie viele Teelichter haben Sie im Laufe Ihres Lebens schon entzündet?

Da werden wohl einige Hundert zusammenkommen.

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Zündeln Sie nur in der Weihnachtszeit?

In den dunkleren Monaten des Jahres brenne ich natürlich öfter ein Teelicht an, aber es geht ja nicht immer um die Romantik, manchmal will man auch einfach nur den Tee warmhalten.

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Das Teelicht 2.0 kommt aus Sachsen

Das ist "Genial Sächsisch": Eine Kerze aus Frittenfett, die aber zum Glück nicht so riecht – und auch noch gut für die Umwelt ist.

Wer hat eigentlich das Teelicht erfunden?

Das waren die Holländer. Es wurde unter dem Namen „Waxinelichtje“ verkauft und diente tatsächlich dem Warmhalten von Tee in einem Stövchen.

Der Prototyp des NatürLichts kommt in dezentem Creme daher. Kommt irgendwann auch Farbe ins Spiel?

Möglich ist das schon heute, und unser Produktdesigner Carol Seelig hat viele Ideen. Wir werden aber auch bei den Farben unserem Credo treu bleiben und nur ökologisch unbedenkliche Zusätze verwenden.

Ab wann wird es das NatürLicht zu kaufen geben?

Wir planen den Verkaufsstart zum Weihnachtsgeschäft 2019, sind deshalb auch mit mehreren Biomärkten im Gespräch.

Und wie viel mehr wird der Kunde zahlen müssen für das gute Gefühl, keine Rohstoffe zu verschwenden?

Da sind wir derzeit noch in der Kalkulation. Allerdings waren wir nach einer Kundenbefragung auf der Messe „Haus-Garten-Freizeit“ im Frühjahr in Leipzig recht überrascht, weil ein Großteil der Kunden bereit war, bis zu einen Euro pro Kerze zu zahlen. Interessant waren die Kaufanreize. Während gut 62 Prozent der Befragten angaben, das NatürLicht im Interesse der Umwelt zu kaufen, sehen 38 Prozent Vorteile für die eigene Gesundheit.

Damit hätten Sie theoretisch fast einhundert Prozent der Käuferschaft überzeugt. Sind die Investoren ähnlich begeistert?

Mit Investoren haben wir bisher noch gar nicht gesprochen. Das ändert sich aber sicherlich in den nächsten Wochen.

Aber mit Kerzen, auch wenn sie millionenfach verkauft werden, lässt sich das globale Müllproblem nicht lösen.

Das ist schon klar. Aber unser Produkt ist ein Anfang, und wer weiß, wo sich das neue Material überall wiederfinden wird. Ich finde, allein die Tatsache, dass immer mehr Leute über das Thema Nachhaltigkeit und den Umgang mit Rohstoffen nachdenken, ist ein großer Erfolg. Schön, wenn den Leuten beim Anzünden sprichwörtlich ein Licht aufgeht.

Der Elevator-Pitch