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Was kommt nach dem Einwohner-Rückgang?

Die Gemeinde Doberschau-Gaußig will eine Studie zur Zukunft des Dorfes in Auftrag geben. Das stößt auf Zustimmung und auch Widerspruch.

© Uwe Soeder

Doberschau-Gaußig. Welche Folgen der demografische Wandel für Doberschau-Gaußig hat und wie mit ihnen umzugehen ist – diese und ähnliche Fragen soll eine Studie klären. Die Gemeinde will sie zusammen mit Göda erstellen lassen. Der Gemeinderat stimmte jetzt zu, eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit der Nachbargemeinde abzuschließen. „In der Studie wird es unter anderem darum gehen, welchen Bedarf an Infrastruktur, an Bauflächen und ähnlichem wir haben, um uns für die Zukunft aufzustellen“, sagte Bürgermeister Alexander Fischer (CDU). Aber auch weitere Fragen, die sich der Gemeinde stellen, könnten dabei geklärt werden. „Es wird auch öffentliche Veranstaltungen geben, bei denen zum Beispiel die Vereine ihre Probleme vorbringen können“, stellte er in Aussicht.

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Die Kosten für Doberschau-Gaußig liegen bei 30 000 Euro, wobei mit einer 75-prozentigen Förderung durch die Staatsregierung gerechnet wird. – Nicht bei allen Gemeinderäten stößt die geplante Studie auf Zustimmung. „Wir sollten da nicht mitmachen. Wir haben genügend anderes zu erledigen“, sagte Frank Horn (parteilos), als es in einer Ratssitzung um das Thema ging. Die Probleme des demografischen Wandels zu lösen, sei Aufgabe von Land und Landkreis, findet er. Kurt Babock (Die Linke) sieht die Studie hingegen „als Investition in die Zukunft“. Letztendlich wurde der Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschlossen. Der Gödaer Gemeinderat hatte ihr schon zuvor zugestimmt. (SZ/ks)