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Zittau

Was macht das Zittauer Museum jetzt?

Wegen Corona hat die Einrichtung für Besucher schließen müssen. Gearbeitet wird trotzdem. Manche Tätigkeit ist auch erst dadurch möglich.

Das Große Zittauer Fastentuch kann aktuell nur virtuell besucht werden.
Das Große Zittauer Fastentuch kann aktuell nur virtuell besucht werden. © Mario Heinke

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Mindestens bis zum 19. April haben die Städtischen Museen in Zittau geschlossen. Besucher können aber einen virtuellen Einblick in das Franziskanerkloster und die Klosterkirche bekommen - dank einer Nieskyer Firma. Alle Veranstaltungen im Mai sind abgesagt, dafür sollen neue Termine gefunden werden. Trotz der Umstände gehen die Arbeiten hinter verschlossenen Türen weiter. Die SZ gibt einen Überblick: 

Ausstellungen/Publikationen

Die aktuelle Sonderausstellung "Entkommen" endet nun am 18. Oktober statt bereits am 21. Juni. Dafür wird die ursprünglich für den Sommer geplante Ausstellung "Grafik der DDR" mit Meisterwerken aus der Sammlung Nowoisky auf nächstes Jahr verschoben.

Das Museum plant eine Sonderausstellung "Natur im Portrait" über Rudolf Schramm–Zittau und die Tiermalerei vom 27. November 2020 bis 11. April 2021 und will die Dauerausstellung zur "Zittauer Rüstkammer" neu gestalten. Für letztere werden die letzten Waffen noch wissenschaftlich überprüft, sodass diese voraussichtlich am 26. September öffnen kann. 

Eine Publikation zur Waffensammlung ist ebenso in Vorbereitung wie das Begleitheft zu Sonderschau "Entkommen - das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft", das voraussichtlich im Juni erscheint. 

Veröffentlicht wird auch das Zittauer Geschichtsblatt Nr. 54 in Zusammenarbeit mit dem Zittauer Geschichts- und Museumsverein sowie der Tagungsband "König und Kaiser Karl IV. und die Oberlausitz. Schöpfer und Herrscher" zur 2016 stattgefundenen Tagung

Ebenso erscheint um den Jahreswechsel der Museumsführer in der großen Reihe "Sächsische Museen" der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen.

Digitale Arbeiten & Technische Neuerungen

In Abstimmung mit der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden werden Teile der musealen Sammlungen für "Museum Digital" aufbereitet. Der virtuelle Rundgang durch das Franziskanerkloster und die Kreuzkirche sind bereits online. Inzwischen sind auch die Audiodateien auf Deutsch eingepflegt, die für den Audioguide im Museum verwendet werden. Englisch, Tschechisch und Polnisch sollen folgen. 

Das Bestell- und Rechnungssystem sowie die Warenverwaltung laufen jetzt zentral über die Kasse. "Bisherige Arbeiten werden damit vereinfacht und gebündelt", so das Museum, das noch Bestand und Artikel einpflegen und das Personal schulen muss.

Vorhaben 2021/2022

Im Rahmen des Interreg-Projekts "1.000 Jahre Oberlausitz - Menschen, Burgen, Städte" laufen Arbeiten für die 2021 geplante Ausstellung zum Thema "Oberlausitzer Sechs-Städte-Bund". Gunter Oettel, Archäologe und Kurator der Ausstellung, recherchiert aktuell  Themen mit dem Landesamt für Archäologie. Geländemodelle zu den Burgen Karlsfried und Oybin werden geplant.

Für eine gemeinsam mit dem Oberlausitzer Kunstverein geplante Sonderausstellung zum Thema "Abstraktion" in zwei Jahren werden Fördermittel ausgelotet und Anträge geschrieben. Im Klosterhof steht die weitere Restaurierung an den Grufthäusern an, sodass künftig das Lapidarium - die steinerne Skulpturensammlung - dort seinen Platz findet.

Hinter geschlossenen Türen

Auch ohne Besucher laufen Klimakontrolle und Monitoring (Überwachung) weiter. "So müssen Temperatur und Luftfeuchte konstant sein, um Schäden an sensiblen Objekten in der Ausstellung und in den Depots zu vermeiden", erklärt das Museum. Insektenbefall, Rost und Verfall müssen schnell entdeckt werden. Dafür steht Holz- und Möbelrestaurator Frieder Eifler zur Seite.

Einige der jetzt durchgeführten Tätigkeiten wären mit Besuchern hingegen nicht möglich. "So können Depots hinter den Ausstellungsbereichen beräumt werden, die sonst hätten gesperrt werden müssen", teilt das Museum mit. Die Objekte finden nun ihren ständigen Platz im Zentraldepot. In der Klosterkirche wird die Brandmeldeanlage gewartet. "Auch diese Arbeit hätte einer Schließung der Kirche bedurft."

Der Verein Zittauer Fastentücher

Mitglieder des Vereins überarbeiten die Bildbeschreibungen des Großen Zittauer Fastentuchs nach den jüngsten Übersetzungen der Bibeltexte. Auf einer Medienstation sollen künftig die einzelnen 90 Bilder präsentiert werden. "Um so dem Besucher ein attraktives Angebot zu schaffen", teilt das Museum mit.


Für die Wanderausstellung "Via sacra" werden künftige Stationen geplant, aktuell auch der Abbau am jetzigen Standort in Osnabrück, der Weitertransport nach Salzwedel und dann folgend nach Lingen.
Aktiv wirkt der Verein bei der Entwicklung einer Via-Sacra-Wanderpilgerroute mit.

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