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Leben und Stil

Was nicht ins Bambusgeschirr gehört

Bambusbecher statt Einwegpappe, bruchfestes Geschirr für kleine Kinder: Manche Speisen und Getränke sind dafür wegen des Stoffes Melamin ungeeignet.

Beanstandetes Bambusgeschirr, das als ökologisch und umweltfreundlich beworben, jedoch unter Einsatz synthetischer Kunststoffe hergestellt wurde.
Beanstandetes Bambusgeschirr, das als ökologisch und umweltfreundlich beworben, jedoch unter Einsatz synthetischer Kunststoffe hergestellt wurde. © Marijan Murat/dpa

Berlin. In sogenannte Bambusware gehört nicht Heißes. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin. Dieses Geschirr besteht aus Melamin-Formaldehyd-Harz (MFH) mit alternativem Füllstoff wie Bambusfasern. Kommt es mit heißen Speisen oder Getränken von über 70 Grad in Kontakt, können laut BfR hohe Mengen von Melamin oder Formaldehyd in die Lebensmittel geraten.

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Vorsicht bei Geschirr aus Bambusware

Beim Einfüllen von heißen Getränken in umweltfreundliche Alternativen zu Einwegbechern können schädliche Chemikalien in die Flüssigkeit gelangen.

Wird die Oberfläche der Bambusbecher beschädigt, beschleunigt das die Zersetzung. Auch säurehaltige Lebensmittel wie Obst und Gemüse fördern diesen Prozess. Zu erkennen ist das daran, dass das Material seinen Glanz verliert. Formaldehyd kann Augen, Haut und Atemwege reizen und steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Melamin kann Blase und Nieren schädigen.

MFH-Geschirr nicht in die Mikrowelle

Das BfR empfiehlt daher, MFH-Geschirr nicht für heiße Lebensmittel zu verwenden, weder beim Kochen noch zum Befüllen. Keinesfalls sollten damit auch Lebensmittel in der Mikrowelle erhitzt werden. Werden die Bambusprodukte für kalte oder lauwarme Lebensmittel verwendet, gibt es dagegen keine gesundheitlichen Bedenken. Verbraucher können außerdem auf sichtbare Gebrauchsspuren ihrer Bambusware achten und sie bei Beschädigungen austauschen.

Alternativen zu den Bambusprodukten sind beispielsweise Mehrwegbecher aus Edelstahl, Porzellan und auch Polypropylen (PP). Darauf weist die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern hin. Stehen auf dem Becher oder der Verpackung keine Materialangaben, kann man sich am allerdings freiwilligen Recyclingcode orientieren. Das dreieckige Pfeil-Piktogramm hat eine Zahl in der Mitte: 07 steht für sonstige Stoffe, was Melamin einschließen kann. Bei Bambusware kann laut BfR von MFH ausgegangen werden. (dpa)