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Was Niesyker Bäcker sagen

Hiesige Bäcker erhöhen auch die Preise oder haben es bereits getan. Die Gründe sind ähnlich und nicht zu beeinflussen.

Für den Seer Bäckermeister Simon Bienbeck ist es vor allem der Mehlpreis, der ihn nötigt, die Preise für Backwaren anzuheben. „Wir haben das zum 1. Oktober bei den mehlintensiven Produkten wie Brötchen, Semmeln und Brot getan. Bei Feinbackwaren wie Kuchen bleiben wir noch bei den bisherigen Preisen“, sagt der Seer auf Nachfrage der SZ. Als kleiner Betrieb mit fünf Beschäftigten lassen sich die höheren Mühlenpreise nicht so einfach kompensieren, sodass der Kunde jetzt fünf Cent mehr für das Brötchen zahlen muss. Bieneck hat sein Hauptgeschäft in See und beliefert zudem noch umliegende Verkaufsstellen mit seinen Backwaren.

Auch die Bäckerei Tschirch hat ihre Preise zum 1. November dieses Jahres angeglichen. Die von der Bäckerei belieferten Hotels und Krankenhäuser sind zunächst noch nicht betroffen, erklärt Bäckereichef Michael Tschirch. „Aber in den Filialen müssen wir leider wieder die Preise von Brot und Brötchen an den Markt anpassen“, sagt er. Sechs Filialen in Görlitz, Rothenburg und Kodersdorf hat die Bäckerei Tschirch. Grund ist auch hier, dass die Allgemeinpreise am Steigen seien. „Viele reden derzeit über die Mehlpreise“, sagt Tschirch. Das sei aber nicht das Einzige. „Nehmen wir die Vanille. Davon brauchen wir zwar nicht viel, aber die Preise sind auf das Zwanzigfache gestiegen.“ Auch neue Kosten kommen hinzu. Zum Beispiel für einen Posten, den man nicht unbedingt mit einer Bäckerei in Verbindung bringen würde: Viele Unternehmen brauchen seit diesem Jahr nach der neuen Datenschutzgrundverordnung einen Datenschutzbeauftragten, auch die Bäckerei Tschirch hat jemanden mit dieser Aufgabe betraut. „Das kostet uns im Monat auch fast 60 Euro.“

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Andere Bäcker warten noch ab, bevor sie die Preise erhöhen. Wie in Klitten die Bäckerei Medack. Inhaberin Beatrice Borkenhagen sagt, dass sie das Weihnachtsgeschäft noch zum alten Preis händeln will. „Aber um eine Erhöhung der Preise zum neuen Jahr werden wir nicht umhinkommen. Wir sind da noch am Rechnen“, sagt sie. Es sind vor allem die Kosten für die Rohstoffe und Backzutaten, die starken preislichen Schwankungen ausgesetzt sind, aber auch die Lohnkosten, die in den Herstellerbetrieben steigen. Und diese Kosten werden durch teure Produkte an die Bäckereien weitergereicht. (SZ/sdn/sg)