merken

Landtagswahl 2019

Was Parteien in den Wahlkampf stecken

Im sächsischen Wahlkampf wird seit Tagen kräftig plakatiert. Die Parteien lassen sich das ordentlich was kosten.

Mit solchen Plakaten und einem Wahlkampfetat von 1,5 Millionen Euro startet die CDU in die entscheidende Phase vor der Landtagswahl.
Mit solchen Plakaten und einem Wahlkampfetat von 1,5 Millionen Euro startet die CDU in die entscheidende Phase vor der Landtagswahl. © dpa-Zentralbild

Dresden. Die großen Parteien in Sachsen greifen für ihren Wahlkampf tief in die Kassen. Wie die Parteizentralen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten, liegen die Kosten zwischen 150.000 Euro bei den Freien Wählern und rund 1,5 Millionen Euro bei der CDU. Alle anderen befinden sich dazwischen. Die AfD wollte keine Angaben machen. Allerdings lassen sich die Budgets nicht unmittelbar miteinander vergleichen. Bei den Linken umfasst der Etat zum Beispiel auch die Finanzierung des Parteitages zur Aufstellung der Kandidaten.

Anzeige
Spektakulärste Rammstein Tribute Show

Am 10. Januar 2020 stellt STAHLZEIT den brachialen Sound, die raue Attitüde und das Spiel mit dem Feuer im Stile RAMMSTEINS in der SACHSENarena dar.

Die Linken geben ihren Etat quasi auf Heller und Pfennig an: 711.500 Euro sind für den Wahlkampf eingestellt. Über einen Spendenpool können Anhänger der Partei für Plakate Geld überweisen. Nach Angaben der Geschäftsstelle sind bisher gut 8.600 Euro zusammengekommen. Auf großen Geldsegen von Spendern können die Linken kaum hoffen. Laut ihrer Satzung verzichten sie grundsätzlich auf Unternehmensspenden. "Die Linke lehnt Spenden von Konzernen ab und will auch die Spenden von Privatpersonen gesetzlich beschränken", hieß es. Großspenden würden eine Abhängigkeit vom Spendengeber und bei Bürgern den Anschein von Käuflichkeit erzeugen.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Die Sachsen-CDU entdeckt die Liebe

Die Christdemokraten haben ihre Kampagne zur Landtagswahl vorgestellt. Ministerpräsident Kretschmer war nicht anwesend und doch überaus präsent.

Symbolbild verwandter Artikel

Etwas anderes als Kapitalismus

So starten Sachsens Linken in den Wahlkampf. Für die Kampagne holt die Partei einen alten Begriff hervor.

Symbolbild verwandter Artikel

So will die FDP wieder in den Landtag einziehen

Bei der letzten Wahl flog Sachsens FDP aus dem Landtag. Nun wollen die Liberalen wieder zurück ins Parlament - mit neuen Ideen und bekannten Gesichtern.

Die Grünen lassen sich ihren Wahlkampf eine gute halbe Million Euro kosten - so viel Geld wie noch nie. Im Vergleich zu 2014 ist das etwa doppelt so viel; bezogen auf 2009 hat sich der Etat sogar verdreifacht. Die FDP gibt für das große Ziel Wiedereinzug in den Landtag 600.000 Euro aus, 100.000 Euro davon sind Spenden. Damit liegen die Liberalen im Rahmen der letzten drei Landtagswahlkämpfe, in die zwischen 400.000 und 750.000 Euro flossen.

Die Union hat als größte Partei auch den größten Wahlkampfetat mit rund 1,5 Millionen Euro. Im Zentrum der Kampagne steht Ministerpräsident Michael Kretschmer, von dem es allein 1.000 Großplakate überall in Sachsen gibt. Hinter der CDU rangiert der Koalitionspartner SPD, dessen Budget "um die eine Million Euro" liegt, wie es die Partei ausdrückt. Auch bei den Sozialdemokraten dreht sich alles um ihren Parteichef Martin Dulig, der im Kabinett Wirtschaftsminister und Stellvertreter von Kretschmer ist. Nun ist er im Wahlkampf das Gesicht der SPD. (dpa)