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Was schwamm da auf dem Goldbach?

Die Feuerwehr musste Sonntag eine Verfärbung des Teichs im Radeberger Süden prüfen. Am Montag gab es weitere Tests.

© Martin Sicker

Von Jens Fritzsche

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Radeberg. Aufregung entlang des Goldbachs und am Goldbachteich im Radeberger Süden. Am Sonntagmorgen rückte die Feuerwehr an; und das mit dem sogenannten ABC-Zug der Großerkmannsdorfer Wehr. Dieser Einsatzwagen ist spezialisiert auf chemische oder biologische Gefahren – und niemand wusste, ob da im Radeberger Süden tatsächlich eine Gefahr auf dem Wasser schwamm. Der Goldbachteich war massiv milchig verfärbt, Anwohner hatten die Feuerwehr und Polizei informiert. Die Radeberger Wehr rückte an und alarmierte die Großerkmannsdorfer, die dann mit der erwähnten Spezialtechnik anrückten. Schon eine erste Probe hatte anhand des pH-Wertes keine ernsthafte Gefährdung erkennen lassen, hatte die Polizei noch am Nachmittag Entwarnung geben können.

Die Einsatzkräfte hatten zudem den Bachlauf überprüft – der Verursacher konnte nicht ermittelt werden.

Keine gefährliche Substanz

Mittlerweile kann komplett ausgeschlossen werden, dass es sich um eine gefährliche Substanz handelt. „Unsere Feuerwehrtechnik ist dazu ausgerichtet, gefährliche Flüssigkeiten herauszufinden – und es ist klar, dass es keine solche gefährliche gewesen ist“, sagt Radebergs Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Was da allerdings letztlich im Goldbach und im Goldbachteich für die milchige Verfärbung sorgte, ist offen. Und wird auch offen bleiben. „Es ist im Rahmen unserer feuerwehrtechnischen Möglichkeiten nicht herauszufinden, was es tatsächlich war“, so der Stadtsprecher. „Wie gesagt, wir können aber ausschließen, dass es gefährlich war.“

Wobei es sich nicht um die erste Verfärbung des Teichs gehandelt hatte. Für die bisher letzte hatten dabei allerdings Kontrollen von in den Goldbach führenden Rohren gesorgt. Zu Testzwecken war damals unbedenkliche grüne Flüssigkeit in die Kanalisationssysteme geleitet worden, um festzustellen, welchen Weg das Wasser nimmt. Aufmerksamen Spaziergängern war die grüne Färbung dann aufgefallen – und Feuerwehr und Polizei schauten sich vor Ort um, konnten aber zum einen nach einer ph-Wert-Prüfung Entwarnung geben und zum anderen nach kurzer Rücksprache mit der Wasserbehörde, den Grund für die Verfärbung aufklären.