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Was sich Dresdner für ihre Stadt wünschen

Die Stadtplaner stellen das Zukunftskonzept vor und freuen sich auf Kontroversen.

© Katja Frohberg

Von Bettina Klemm

Die Stichworte für Prohlis sind wenig schmeichelhaft: Bevölkerungsrückgang, Wohnungsleerstand sowie hohe Quote von Sozialhilfeempfängern. „Wir wollen mit den Dresdnern diskutieren, wie das Gebiet gestärkt und aufgewertet werden kann“, sagt Jörn Marx. Der Entwicklungsbürgermeister der Stadt lädt ab Dienstag für vier Wochen zur Dresdner Debatte unter dem Titel „Zukunft Dresden 2025+“ ein.

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In Vorbereitung und auf Grundlage des Stadtentwicklungskonzepts wurden vier Zukunftsthemen und 17 Schwerpunktgebiete herausgesucht. Prohlis, Am Koitschgraben, ist eines davon.

Dresden steht vor großen Veränderungen. Die Einwohnerzahl wächst, mehr Menschen erfordern aber auch mehr Wohnungen. Trotz des erfreulichen Rufs der Geburtenhauptstadt werden die Dresdner älter. Das wiederum stellt Anforderungen an die Versorgung, an Wohnungen und Verkehr. Die soziale Infrastruktur ändert sich. Dresden braucht zudem Antworten auf den Klimawandel, damit die Stadt lebenswert bleibt.

Über all diese Themen haben die Mitarbeiter in den verschiedenen Ämtern unzählige Stunden beraten, Fachleute befragt und Konzepte erarbeitet. Doch treffen diese Vorstellungen auch den Nerv der Dresdner? Wo fühlen sie sich wohl, was wünschen sie sich? Um das alles zu erfahren, hat die Stadt einen großen roten Kasten am Dr.-Külz-Ring, unmittelbar vor der Altmarktgalerie, aufgebaut – eine Info-Box über das Stadtentwicklungskonzept.

Ab 10. Juni werden dort jeweils zwei Mitarbeiter der Stadtplanung sowie ein Fachmann zum konkreten Wochenthema (siehe Kasten) von 15 bis 19 Uhr, sonnabends von 11 bis 16 Uhr Rede und Antwort stehen.

„Wir wollen gern erfahren, wo sich die Dresdner wohlfühlen und wo nicht. Wir wollen wissen, welche Ideen sie für ihren Stadtteil haben“, sagt Stefan Szuggat. Der Leiter des Stadtplanungsamtes knüpft an frühere Debatten und an Bürger-Spaziergänge an. Da sei das Interesse immer groß gewesen. Nun rechnet er wieder mit kontroversen Diskussionen über städtische Entwicklungen. Mit der Debatte soll es für die Dresdner leichter werden, politische Entscheidungen zu verstehen und sich im Vorfeld einzubringen. Die Ergebnisse der Dresdner Debatte werden schließlich beim Beschluss des Stadtentwicklungskonzepts beachtet.

Aktion im Internet und Geocaching

Ab Dienstag wird die Dresdner Debatte auch im Internet freigeschaltet. Auch alle Dokumente dazu sollen lesbar sein. In der Info-Box stehen zwei Laptops zur Verfügung. So können sich die Besucher auch an der Online-Diskussion beteiligen und ihre Beiträge ins Netz stellen.

Einen eher spielerischen Zugang zum Thema Stadtentwicklung bietet der mit einem privaten Unternehmen entwickelte Geocache. Er wurde eigens für die Dresdner Debatte entwickelt und führt zu den Schwerpunktgebieten und Schlüsselprojekten des Stadtentwicklungskonzepts. Es gibt ein Angebot speziell für Schüler und Jugendliche. Nachdem das Angebot in der nächsten Woche veröffentlicht wird, können sich interessierte Dresdner auf die Suche machen. Mittels spannender Aufgaben können sie sich an zehn Stationen über den jeweiligen Standort und seine Perspektiven informieren. Für die gesamte Tour werden zwei- bis zweieinhalb Stunden benötigt.

www.dresdner-debatte.de