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Dresden

Was sind das für Netze am Hauptbahnhof?

Das helle Dach des Gebäudes in Dresden ist kaputt. Es soll erneuert werden. Zuvor muss aber ein Provisorium helfen.

Adam Zdanjek ist einer von vier Arbeitern, die am Dach im Hauptbahnhof arbeiten.
Adam Zdanjek ist einer von vier Arbeitern, die am Dach im Hauptbahnhof arbeiten. © Marion Doering

Seit mehreren Wochen steigen Profis dem Hauptbahnhof aufs Dach. Die Industriekletterer haben den Auftrag, die helle Membran zu sichern. Denn sie ist kaputt, könnte bei einem heftigen Winter weiter leiden und reißen. Dann droht Gefahr für die Menschen im Bahnhof. Gegen diese Gefahr arbeitet die Bahn mit riesigen Netzen, die unter das Dach gespannt werden. Sie sind nicht nur als Schutz gedacht, sie dienen künftig auch als Plattformen, wenn das Membrandach erneuert wird.

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Das passiert aber erst in einigen Jahren. Der Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest, die Planungen laufen. Bis Anfang 2022 will die Bahn zunächst fast das gesamte Bahnhofsdach mit den Netzen gesichert haben. Die kräftigen grünen mit eingeflochtenen orangefarbenen Tragebändern sind sogenannte Plattformnetze, erklärt Heiko Klaffenbach, der Chef des Bahnhofsmanagements in Dresden. Sie hängen zwei Meter unter der Dachmembran. Darauf liegen Folien, die künftig vor Staub und Schmutz schützen sollen, insbesondere bei den geplanten Bauarbeiten. Auf diesen Plattformen können die Arbeiter künftig gefahrfrei stehen.

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Jetzt laufen darauf die Männer, die direkt unter der Dachmembran die Sicherungsnetze anbringen. Sie sollen verhindern, dass im Winter Schnee und Eis herabstürzen, wenn die Dachhaut erneut reißt. „Alle 22 Trichter waren schon gesichert“, sagt Klaffenbach. Damit meint er die Stellen am Bahnhofsdach, an denen die Netze an den tragenden Säulen des Bahnhofs befestigt sind. Mehrere davon sind gerissen, die Eis- und Schneelast war zu schwer, haben Untersuchungen ergeben. Außerdem hat der Transport der gefalteten Teflonbahnen für das neue Bahnhofsdach das Material zusätzlich mürbe gemacht, sind die Bahn-Verantwortlichen nach mehrjährigen Untersuchungen überzeugt. Das soll beim neuen Dach vermieden werden, indem weniger breite und lange Bahnen verwendet werden.

Bis es so weit ist, müssen die Sicherungsnetze als Schutz für die Bahnhofsbesucher herhalten. Wie viel die mehrmonatige Arbeit der Industriekletterer kostet, konnte Klaffenbach am Mittwoch nicht sagen.