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Großenhain

Was soll die Autoverschrottung beim Fest?

Einige Großenhainer sind verunsichert, wie die Show „Auto- auto“ zu einem Kunstfest passt. Die Antwort ist relativ einfach.

Kilian Forster (r.) und Christian von Richthofen proben für die Show. © Andreas Weihs

Großenhain. Nicht wenige Großenhainer trauten am Mittwoch ihren Augen nicht, als sie in der Ankündigung des Erlebnisfestes der Sinne eine musikalische Autoverschrottung vorfanden. Wie passt so etwas zu einem eher sinnlichen Kunstfest wie dem im Stadtpark, fragen sie sich. Die Antwort hat zwei Gründe.

 Zum einen kooperiert die Stadtverwaltung beim Bühnenprogramm nicht zum ersten Mal mit den Jazztagen Dresden. Auch die kubanische Nacht zum Fest der Sinne 2015 hatte dort ihren Ursprung. Jazztage-Intendant Kilian Forster war damals und ist auch diesmal mit dabei – an der Seite von Christian von Richthofen. Die Show „Autoauto! Wie klingt deins?“ war im Dresdner Erlwein Capitol schon zu den Jazztagen 2018 zu erleben.

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Die musikalischste Verschrottung eines Autos fand erstmals 2000 statt. Seither feierte das Zwei-Personen-Crash-Comedy-Musical auf den größten Theater- und Festivalbühnen Europas sowie in Singapur und Südkorea überragende Erfolge mit besten Kritiken in der FAZ, im Spiegel und sogar in der New York Times.

Autoauto ist also ein Konzert, eine Performance und vor allem ein furioses Klangfeuerwerk. Der singende Schlagwerker und Schauspieler Christian von Richthofen, ein Autoklang- und Stimmvirtuose der Extraklasse, bearbeitet das klingende Blech mit rasend schnellen Händen und Füßen, mit Fäusten, Holzsticks und Metallrohren, einer funkensprühenden Flex und einem Vorschlaghammer – und alles immer im Rhythmus.

Stadtsprecherin Diana Schulze nennt noch einen zweiten Grund, wieso die Show ins Festkonzept passt. „Es geht ja diesmal speziell darum, was von uns und unserer Technik mal übrig bleibt“, sagt sie. Was bleibt also von des Deutschen liebstem Spielzeug, wenn es erst zerlegt ist?