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Was tun gegen Hundehaufen?

Die Tretminen werden in Kiebitz zunehmend zum Problem. Wie damit umgegangen werden kann, zeigen andere Gemeinden.

© Thomas Frey/dpa

Von Eric Mittmann

Kiebitz/ Großweitzschen. Der Wirtschaftsweg in Kiebitz liegt voller Hundekot. Im Rest des Dorfes soll es nicht anders aussehen. Mit dieser Beschwerde wendeten sich die Kiebitzer am Mittwoch an den Ortschaftsrat, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Was tun gegen Hundehaufen? Wie kann dem Unrat Einhalt geboten werden?

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„Das Problem haben alle“, sagt Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Offenbar werden die Kothaufen in der gesamten Gemeinde beklagt. „Wir haben deswegen bereits Schilder aufgestellt. Mehr als ermahnen, können wir nicht.“

Die Kiebitzer wollten sich damit nicht zufrieden geben. Es solle eine Satzung veröffentlicht werden. Die Gemeinde könnte doch die Strafen erhöhen, hieß es während der Ortschaftsratssitzung am Mittwoch.

„Wir hatten das Thema ja schon einmal und genau wie damals kann ich dazu nur sagen: Wenn Sie es sehen, können Sie es anzeigen. Dann sanktionieren wir es“, so Schilling weiter. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollen Betroffene am besten gleich ein Foto des Übeltäters machen und sich damit an die Gemeinde wenden. Die Verwaltung kümmere sich um alles Weitere.

Dabei müssen es nicht gleich Sanktionen sein, um das Problem zu lösen. In Großweitzschen werde immer wieder im Gemeindeblatt auf die Unannehmlichkeit hingewiesen, erklärt der zweite stellvertretende Bürgermeister Sven Krawczyk. Beschwerden gebe es kaum. „Es gibt immer mal vereinzelt Fälle, aber es ist jetzt nicht so, dass wir im Hundekot ersticken“, so Krawczyk (CDU). Die Gemeinde Zschaitz-Ottewig habe dagegen das direkte Gespräch gesucht. „Wir hatten vor ein paar Jahren auch damit zu kämpfen und dann eine Art Aufklärungskampagne gestartet. Dadurch konnten wir die Angelegenheit gut klären. Mittlerweile gibt es kaum noch Beschwerden“, berichtet der dortige Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler).