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Was weiß der Bauherr über den Brand im Husarenhof?

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden will den Geschäftsführer der Firma Hentschke-Bau als Zeugen hören. Grund sind seine Aussagen in einem Interview.

Dresden/Bautzen. Rund zweieinhalb Jahre nach dem Brand im ehemaligen Bautzener Hotel Husarenhof ist noch immer ungeklärt, wer das Feuer gelegt hat. Jetzt gehen die Ermittler einer neuen Spur nach. Den Anlass dafür gibt der Bautzener Bauunternehmer Jörg Drews. In einem Interview des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hatte der Geschäftsführer der Firma Hentschke Bau im Oktober gesagt, der Brand hätte keinen politischen Hintergrund gehabt. Das wisse er aus zuverlässiger Quelle.

Wegen dieser Aussagen will die Generalstaatsanwaltschaft Dresden den Unternehmer jetzt als Zeugen vernehmen. Das bestätigte die Justizbehörde auf Anfrage der Sächsischen Zeitung.

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Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein erklärte: „Wir gehen grundsätzlich jedem Hinweis nach und werden selbstverständlich auch mit Herrn Drews sprechen, um zu hören, ob er über Erkenntnisse verfügt, die geeignet sind, unsere Ermittlungen voranzubringen.“ Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt bisher gegen Unbekannt. Ein Zeugenaufruf des Landeskriminalamtes brachte keine Ergebnisse.

Der Husarenhof war in der Nacht vom 20. zum 21. Februar 2016 in Brand geraten. Das Gebäude sollte damals als Unterkunft für Flüchtlinge umgebaut werden. Schaulustige zeigten damals der Polizei zufolge „unverhohlene Freude“ und kommentierten den Brand teils mit abfälligen Bemerkungen gegen Flüchtlinge. Dadurch geriet die Stadt bundesweit in den Fokus. (SZ)