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Was wir an Sozialen Netzwerken hassen

Mangel an Respekt, Falschmeldungen, Informations-Overkill. Eine Studie zeigt, was die Deutschen an Instagram und Co problematisch finden. 

© dpa/Rolf Vennenbernd (Symbolfoto)
Eigentlich sollte man Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter
lieber fern bleiben. Zumindest sieht die Mehrheit der Deutschen gute
Gründe dafür: Fast je die Hälfte der volljährigen Bundesbürger ist
der Meinung, die Menschen gehen dort zu respektlos miteinander um (49
Prozent), haben Sorge um ihre persönlichen Daten (47 Prozent), und
finden, dass die Netzwerke voller Unwahrheiten stecken (46 Prozent).
Lediglich 13 Prozent meinen, keinerlei Gründe sprächen gegen die
Nutzung Sozialer Netzwerke. Das ist ein Ergebnis der Studie "Wege zum
Verbraucher 2020" von der Hamburger Kommunikationsberatung
Faktenkontor in Kooperation mit dem Marktforscher Toluna und der
dpa-Tochter news aktuell. Kern der Untersuchung ist eine
repräsentative Umfrage unter 2.000 Deutschen ab 18 Jahren.

27 Prozent der erwachsenen Deutschen fühlen sich durch die
unübersichtliche, überwältigende Informationsmenge in Sozialen
Netzwerken überfordert. 21 Prozent empfinden Facebook, Twitter & Co

als "zu stressig".

Jeder vierte Deutsche sieht keinerlei Vorteile für sich

Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Doch wenn 87 Prozent der Bundesbürger so viel Schlechtes an
Sozialen Netzwerken sehen - warum sind die virtuellen Gemeinschaften
dann trotzdem so erfolgreich? Ganz einfach: Weil sie neben all den
Nach- eben auch Vorteile bieten.

41 Prozent der Deutschen schätzen an Sozialen Netzwerken die
leichte Kontaktpflege, 34 Prozent sehen sie als einfache Art, zu
kommunizieren. Dass die Netzwerke als schnelle Informationsquelle
dienen, sehen 30 Prozent als Grund dafür an, sie zu nutzen.
Allerdings: Mit 24 Prozent ist gut ein Viertel der Deutschen der
Meinung, dass es gar keine guten Gründe für die Nutzung Sozialer
Netzwerke gibt. (ots)

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