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Was wird aus dem Operettenhaus?

In einer Versammlung waren die Ideen der Dresdner gefragt. Ziel ist es, das Haus in Leuben zu erhalten. Auch wenn das teuer wird.

© Archivbild: SZ/Thomas Lehmann

Von Nora Domschke

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Operettenintendant Wolfgang Schaller hat bereits sein neues Domizil im Kulturkraftwerk bezogen. Erste Proben finden auf der neuen Bühne am Wettiner Platz statt. Was aus dem alten Operettengebäude in Leuben wird, ist derzeit noch nicht geklärt. Fest steht nur, dass das Areal samt Gebäude verkauft werden soll. Damit das Haupthaus mit Saal aber möglichst schnell wieder genutzt werden kann, fordert die CDU-Fraktion im Stadtrat, dass die Verwaltung den Verkauf des Grundstücks an der Pirnaer Landstraße an ein Konzept bindet. Das sollen die Interessenten ausarbeiten und der Verwaltung vorlegen. Ziel ist es, das Hauptgebäude trotz des Verkaufs für den Stadtteil zu erhalten. Ob das für potenzielle Käufer lukrativ ist, wird sich zeigen. Denn in die Modernisierung des Brandschutzes, insbesondere für den großen Saal, müsste viel Geld investiert werden.

Um mit den Dresdnern über ihren Antrag zu sprechen, hatte die CDU-Fraktion kürzlich zu einer Bürgerversammlung ins Operettenfoyer eingeladen. Etwa 25 Menschen, darunter Kleingärtner der benachbarten Anlage, aber auch Anwohner der umliegenden Wohngebiete, kamen in die ehemalige Spielstätte. Mit dabei waren auch CDU-Stadträtin Heike Ahnert, Ortsbeirat Klaus Rentsch sowie Gunter Thiele, baupolitischer Sprecher der Fraktion. Sie wollen die Konzeptausschreibung möglichst offen gestalten, schließen aber eine gewerbliche Nutzung des Operettenhauses aus. „Dafür besteht hier in Leuben kein Bedarf“, sagt Heike Ahnert.

Die Vorschläge der Dresdner waren indes vielfältig und reichten von einem Veranstaltungssaal über eine Einrichtung mit generationenübergreifendem Wohnen bis hin zum Kulturzentrum, in dem etwa Seniorensportkurse angeboten werden. Die Nutzung als Veranstaltungssaal könnte auch für die Schulen des Stadtteils interessant sein – denn längst nicht jede verfügt über eine große Aula.

Ursprünglich war geplant, den Antrag in der August-Sitzung des Leubener Ortsbeirates den Politikern vorzustellen. Weil die Fraktion zunächst die Ergebnisse der Bürgerversammlung abwarten wollte, verschiebt sich dieser Termin nun auf die Ortsbeiratssitzung im September. Heike Ahnert rechnet damit, dass im Oktober oder November der Stadtrat über den Antrag entscheidet. Anfang 2017 könnte die Ausschreibung veröffentlicht werden. Dann kommt es auf gute Konzepte an.