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Kamenz

Was wird aus dem Malteser-Krankenhaus?

Diese Fragen stellen sich in Kamenz nicht nur Stadträte. Auch Haus&Grund sorgt sich.

Was wird aus dem Malteser-Krankenhaus? Die Frage bewegt auch den Verein Haus & Grund.
Was wird aus dem Malteser-Krankenhaus? Die Frage bewegt auch den Verein Haus & Grund. © Matthias Schumann

Kamenz. Die Freien Wähler Kamenz und Ortsteile haben äußerst besorgt auf die Entwicklung im Malteser Krankenhaus St. Johannes reagiert. Seit ein paar Tagen steht fest, dass sich die Malteser unter anderem von ihrem Krankenhaus St. Johannes in Kamenz trennen wollen. Es soll möglichst im Paket mit anderen verkauft werden (die SZ berichtete mehrfach). „Was soll nun aus unserem Malteser-Krankenhaus werden“, heißt es in einer von Marco Peltzer unterzeichneten Presseerklärung der Stadtratsfraktion der Wählergemeinschaft, die sechs Mandate im Rat hält. Sie fordert die katholische Hilfsorganisation auf, sich ihrer Verantwortung für jährlich 23.000 Patienten und zahlreicher Angestellten zu stellen. Auch der Landkreis und der Freistaat Sachsen seien dabei wichtige Partner.

Für das Mittelzentrum Kamenz sei ein Krankenhaus unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsfürsorge im ländlichen Raum, heißt es weiter. „Wir haben nicht das engmaschige Netz des ÖPNV wie die Ballungszentren. Sollen denn die Menschen im Notfall nur noch nach Dresden oder Bautzen fahren?“ Die Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile unterstützt OB Roland Dantz und Landrat Michael Harig auf der Suche nach zukunftsfähigen Lösungen, damit die medizinische Versorgung für die Bevölkerung auf hohem Niveau gewährleistet bleibt. Möglicherweise gebe es Gestaltungsmöglichkeiten im Verbund mit den Oberlausitzer Kliniken? „Auch für die Angestellten des Krankenhauses ist es wichtig, einen sicheren Arbeitsplatz und verlässlichen Arbeitgeber zu haben.“ Sie leisteten sehr gute Arbeit, die man oft als selbstverständlich hinnimmt. Das Motto der Malteser „Weil Nähe zählt“ solle Ansporn für alle Entscheidungsträger sein, eine Entscheidung für die Region, für den ländlichen Raum und für „unsere Heimatstadt Kamenz“ zu treffen. Die Wählervereinigung Kamenz und Ortsteile ist überzeugt, dass alle Fraktionen im Kamenzer Stadtrat gemeinsam für den Erhalt des St. Johannes eintreten werden.

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Auch der Eigentümerverein Haus & Grund Kamenz und Umgebung hat sich zu Wort gemeldet. Rainer Gröbner: „Das Städtebahn-Aus hatte Kamenz und das Umland hart getroffen, ein solches Debakel darf sich mit dem Krankenhaus keinesfalls wiederholen.“ Jetzt sollten Entscheider aller Ebenen angehört werden, um Lösungswege für das Allgemeinwohl zu suchen. (SZ)

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