merken

Was wird aus dem zerstörten Haus?

Der Gutachter war da. Nun steht eine Neukircher Familie vor einer schweren Entscheidung.

© LausitzNews.de/Toni Lehder

Neukirch. Zur Zukunft eines Einfamilienhauses in Neukirch, das vor wenigen Tagen durch eine Explosion stark beschädigt wurde, gibt es noch keine Entscheidung. Am Donnerstag war ein Bau-Gutachter vor Ort und sah sich den Schaden an, teilte die Gemeinde Neukirch am Freitag auf SZ-Anfrage nach Rücksprache mit dem Eigentümer mit. Demnach ist noch nicht entschieden, ob das Eigenheim, das zu DDR-Zeiten errichtet worden ist, erhalten werden kann oder abgerissen werden muss. Man müsse sich noch in der Familie und mit der Versicherung beraten, heißt es.

Begeistere deinen Verstand!

Wissensdurst? Wir stillen ihn - im deutschen Hygienemuseum.

Bei der Explosion am Donnerstag vergangener Woche erlitt der 29-jährige Bewohner des Hauses, ein Verwandter des Hauseigentümers, schwere Brandverletzungen. Er wird in einer Spezialklinik behandelt. Durch die herrschenden Kräfte infolge der Explosion wurde laut Polizei augenscheinlich das Fundament des Gebäudes auseinandergedrückt, was zum Einsturz einer massiven Außenwand führte. Am Giebel bildeten sich tiefe Risse. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes sicherten am Abend und in der Nacht nach dem Unglück das Gebäude provisorisch, indem sie das Dach über der weggebrochenen Wand mit dicken Holzbalken abstützten und an den Giebel ein Baugerüst stellten.

Die Gemeinde Neukirch sicherte das Grundstück zur Straßenseite hin, indem sie einen Bauzaun aufstellte. Da Einsturzgefahr besteht, darf das Grundstück nicht betreten werden. (SZ)