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Wasserfallstraße bleibt gesperrt

Die Talstraße in Lichtenhain wird teils wieder hergerichtet. Außer dem Rettungswagen darf dort aber kein Auto mehr fahren.

© Dirk Zschiedrich

Von Dirk Schulze

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Sebnitz. Die Straße zum Lichtenhainer Wasserfall soll im Laufe des Jahres zumindest teilweise instandgesetzt werden. Darauf hat sich der Sebnitzer Stadtrat im Rahmen seiner Haushaltsdiskussion verständigt. Die schmale Verbindung von Lichtenhain hinunter ins Kirnitzschtal, die offiziell Talstraße heißt, ist seit Oktober 2015 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Stützmauer zum direkt unterhalb der Straße verlaufenden Dorfbach ist an einer Stelle eingebrochen und an einer weiteren unterspült. Hinzu kommt ein defekter Durchlass vom Hang oberhalb der Fahrbahn.

Für die Reparatur der schlimmsten Schäden macht die Stadt jetzt 50 000 Euro locker. Mehr ist nicht drin. Ein Komplettausbau würde bis zu 800 000 Euro kosten, rechnet Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) vor. Die Straße könnte auch danach aufgrund ihrer geringen Breite maximal als Einbahnstraße freigegeben werden, zudem ist das zulässige Gesamtgewicht schon jetzt auf 2,8 Tonnen beschränkt, also auf Pkw-Größe. Für diese eingeschränkte Nutzung gibt es keine Fördermittel.

Befürworter einer Komplettsanierung hatten immer wieder die Bedeutung der Wasserfallstraße als Abkürzung in Notfällen angeführt. Sie ist der einzige asphaltierte Weg ins Kirnitzschtal zwischen Bad Schandau und der Straße nach Ottendorf. Für große Feuerwehrfahrzeuge ist die Straße aber aufgrund der Tonnagebegrenzung eh kritisch, sagt der OB. Bei schweren Verkehrsunfällen im Kirnitzschtal wird die Bad Schandauer Feuerwehr alarmiert. Die Lichtenhainer haben kein Gerät zum Rausschneiden von Personen auf dem Auto. Die Sebnitzer, die über diese Technik verfügen, sind über Ottendorf schneller.

Das Ergebnis: Die Wasserfallstraße bleibt dauerhaft den Wanderern und Radfahrern vorbehalten. Für den motorisierten Verkehr wird sie nicht mehr geöffnet, auch Ausnahmen für Anlieger soll es nicht geben. Oben und unten sind versenkbare Poller vorgesehen. Dafür erhalten die Rettungswachen einen Schlüssel, damit der Rettungswagen im Notfall fahren kann.