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Wasserknappheit - Ministerium appelliert

Den Appell verband das Umweltministerium am Mittwoch mit einem Lagebericht zu den Wasserressourcen des Freistaats.

Dresden. Sachsens Umweltministerium hat alle Verbraucher um sparsamen Umgang mit Wasser ersucht. Den Appell verband das Umweltministerium am Mittwoch mit einem Lagebericht zu den Wasserressourcen des Freistaats. Demnach liegen die Grundwasserstände das dritte Jahr in Folge unter den langjährigen Mittelwerten. Damit würden auch die Oberflächengewässer geringer als üblich gespeist.

Die Elbe kann momentan ihren Wasserstand auf geringem Niveau halten, weil das Talsperrensystem Moldau-Kaskaden oberhalb von Prag den Fluss mit Wasser speist. Auf sinkende Pegelstände an der Spree und der Schwarzen Elster in Ostsachsen reagierte der Bergbausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit Wasser aus den sogenannten Bergbaufolgeseen - Tagebaulöcher, die in den vergangenen Jahren geflutet wurden.

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Die Talsperren in Sachsen sind weiter gut gefüllt, die größte in Eibenstock zu 90 Prozent, die für Trinkwasserversorgung in Dresden wichtigen Talsperren in Klingenberg und Lehnmühle zusammen zu 63 Prozent. Brunnen zur Einzelversorgung würden derzeit messbar weniger Wasser führen, hieß es weiter. Abstriche in der Versorgung seien aber noch nicht bekannt. Für die Nutzung von Wasser aus Flüssen, Seen und aus dem Grundwasser könnten überall Einschränkungen geboten sein. (dpa)