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Hoyerswerda

Wassersituation wird extremer

Nach der Schwarzen Elster droht auch die Spree demnächst trocken zu fallen.

Das Flussbett der Schwarzen Elster bei Neuwiese ist komplett ausgetrocknet.
Das Flussbett der Schwarzen Elster bei Neuwiese ist komplett ausgetrocknet. © Foto: Uwe Schulz

Cottbus/Hoyerswerda. Die Niederschläge der letzten Tage haben zu etwas Zulauf in Spree und Schwarze Elster gesorgt. Doch von normalen Bedingungen kann keine Rede sein. Zu Wochenbeginn beriet bereits zum 23. Mal seit August 2018 in Cottbus die länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen reichen laut anschließender Mitteilung nicht mehr aus, um den extrem angespannten Abflussverhältnissen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster zu begegnen. Die geringen Niederschläge der vergangenen Tage und Wochen haben nicht zur Verbesserung der extremen, bereits seit 2018 andauernden Niedrigwassersituation geführt. Sollte sich die Niederschlagssituation nicht verbessern, werden voraussichtlich spätestens ab Ende September mit Aufbrauchen der Speicherkapazitäten die Abflüsse im Spreegebiet teilweise zum Erliegen kommen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Talsperre Bautzen ist aktuell noch zu 48 Prozent gefüllt und kann die Niedrigwasseraufhöhung der Spree noch fortführen. Ihre derzeitigen Zuflüsse sind auf einem historischen Tiefstand und betragen lediglich ein Fünftel vom Normalwert für den Monat August. Die Talsperre Quitzdorf kann nach wie vor kein Wasser bereitstellen. Im Speicherbecken Bärwalde stehen nur noch 13 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung. Und in der Talsperre Spremberg wurde die Wasserabgabe weiter reduziert.

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Die Schwarze Elster war bis Montag ab Hoyerswerda trockengefallen. Die Niederschläge (12 l/qm in Hoyerswerda) haben Dienstag wieder für eine geringe Wasserführung gesorgt. (red/US)

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