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Wechselt Martin Dulig nach Berlin?

Sachsens SPD-Vorsitzender und Wirtschaftsminister ist als möglicher Minister in der neuen Bundesregierung im Gespräch.

© Oliver Killig/dpa

Berlin. Sachsens SPD-Vorsitzender und Wirtschaftsminister Martin Dulig ist als möglicher Minister in der neuen Bundesregierung im Gespräch. Der 44-Jährige könnte nach SZ-Informationen in der Großen Koalition das Bundesfamilien-ministerium übernehmen. In SPD-Kreisen in Berlin wird Duligs Name in diesem Zusammenhang immer wieder genannt.

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Prominente Ost-Sozialdemokraten fordern seit Wochen, einen Ministerposten mit einem Ostdeutschen zu besetzen. „Wir haben da ein Repräsentationsdefizit“, räumte der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, am Mittwoch in Berlin ein. Er mache sich dafür stark. Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, sagte vor wenigen Tagen: „Wir brauchen mindestens eine oder einen Minister am Kabinettstisch, der oder die Erfahrung aus dem Osten mitbringt“. Dulig, der auch Vize-Ministerpräsident in der CDU/SPD-Landesregierung ist, wies die Spekulationen zurück. „Mein Platz ist in Sachsen“, sagte er der SZ. Am Sonntag will die SPD das Ergebnis ihres Mitgliederentscheides über die Große Koalition in Berlin bekannt geben. Erst danach wird – im Falle einer Mehrheit für das Bündnis mit der Union – die SPD-Spitze die Namen ihrer sechs Minister bekannt geben.

CDU-Chefin Angela Merkel hat die Ministerriege ihrer Partei bereits am Sonntag benannt. Abgesehen von ihr selbst stammt keiner aus dem Osten. Geplant ist allerdings, den brandenburgischen Bundestagsabgeordneten Michael Stübgen als Ostbeauftragten einzusetzen. (SZ/lot)