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Dresden

Weg frei für kostenloses Internet

Die Stadt arbeitet nun an einem Konzept für ein einheitliches Wlan in der Stadt.

Andrea Petzig freut sich über kostenfreies Wlan am Postplatz.
Andrea Petzig freut sich über kostenfreies Wlan am Postplatz. © René Meinig

In vielen Einkaufscentern, Fast-Food-Ketten und Restaurants können die Dresdner bereits kostenlos mit dem Smartphone ins Internet gehen. Selbst im Zug von Dresden nach Leipzig und den großen Dresdner Haltestellen ist das möglich. Ein Problem: Dazwischen gibt es Lücken. Sie werden umso größer, je weiter man das Zentrum verlässt. Problem Nummer zwei: Nutzer müssen sich immer wieder aus- und einwählen, wenn sie durch die Stadt flanieren.

Auf Antrag der SPD hat der Stadtrat den Oberbürgermeister am Donnerstag beauftragt, ein Konzept für ein einheitliches und kostenloses Wlan zu erarbeiten. Dabei soll auch geprüft werden, die Stadtmöblierung einzubinden, also beispielsweise Werbeflächen an Haltestellen oder Litfaßsäulen, die als Sender dienen könnten, zu nutzen. Im Fokus sollen die Innenstadt und die Stadtteilzentren stehen. „Das ist wichtig für den Wettbewerb Dresdens, das ist gut für den Tourismus und für die Bürger“, sagte Stadträtin Kristin Sturm (SPD).

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Die AfD und die Bürgerfraktion enthielten sich. Der Netzausbau sei Sache der Privatwirtschaft. Man schaffe damit nur ein Konkurrenzangebot, sagte Christian Bösl von der Bürgerfraktion. Er fragte außerdem, ob Wlan so wichtig sei, dass es kostenlos angeboten werden müsse. „Was ist mit Wasser, Strom und Schulessen – ist das nicht wichtiger?“

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Einen Zeitplan hat der Stadtrat nicht festgelegt. Auch bestimmte Standorte für freies Funk-Internet sind zunächst nicht vorgegeben worden. Dies ist nun Sache der Verwaltung. Immerhin hat diese am Donnerstag angekündigt, dass die Gebiete ohne schnelles Internet bald Hilfe bekommen. Ein entsprechendes Förderprogramm ist nun so weit, dass die Aufträge für den Internetausbau noch im Mai ausgeschrieben werden können, sagte Verwaltungsbürgermeister Peter Lames (SPD). Es geht um 1.300 Adressen von Wohnhäusern, Firmen und Institutionen, die kein schnelles Internet haben oder mit weniger als 30 Megabit je Sekunde arbeiten müssen. Videos lassen sich damit nicht ruckelfrei sehen. (SZ/sr)