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Görlitz

Wegen Corona: Rennen um Landeskrone fällt aus

Das hat gibt der Veranstalter bekannt. Eigentlich hätten das Radsport-Event Ende Juni stattgefunden. Ob der Termin nachgeholt werden kann, bleibt fraglich.

© SZ-Archiv / H.-E. Friedrich

Einer der bekanntesten Rennradklassiker Ostsachsens fällt aus. Die Veranstaltung „Rund um die Landeskrone“, die für den 28. Juni geplant war, kann angesichts der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das hat die Abteilung Radsport des Postsportvereins beschlossen, teilten die Organisatoren nun mit. Die Veranstaltung hätte in diesem Jahr ihr hundertstes Bestehen gefeiert. Erstmals 1910 kämpften Radsportler rund um den Görlitzer Hausberg um Platz und Sieg.

In diesem Jahr hätte nicht nur die Deutsche Meisterschaft der Senioren im Straßenradsport stattgefunden, auch die sächsischen Landesmeister dieser Altersklassen sollten ermittelt werden. Und, wie seit Jahren schon, hätte eine Etappe des Lausitz Cup sowie das „Fette-Reifen-Rennen“ für Kinder stattfinden sollen.

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Jürgen Schmidt, Abteilungsleiter Radsport, betonte, dass der Schritt unter den gegebenen Umständen unvermeidlich gewesen sei und man mit der frühzeitigen Entscheidung allen Beteiligten Klarheit und Sicherheit geben wolle.

Wichtige Gründe neben der zu erwartenden gesundheitlichen Gefährdung von Sportlern, Zuschauern und Helfern sei zum jetzigen Zeitpunkt insbesondere der Umstand gewesen, dass eine geordnete Planung und Vorbereitung auf die Großveranstaltung nur unter erschwerten Bedingungen möglich sei.

Helfer, Polizisten und THW anderweitig eingespannt

Außerdem seien Helfer des DRK, die Beamten der Polizei und auch die als Ordner des THW durch zusätzliche Aufgaben in den vergangenen Wochen intensiv gebunden gewesen, so dass ein Kräfteeinsatz zum Radrennen nicht in erforderlichem Maße zugesichert werden könne.

Auch Geld spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Zwar hätten genügend Unternehmen, Behörden und Personen durch ihre Sponsoring-Zusage die wirtschaftliche Basis gelegt, doch sei auch hier nicht absehbar, wie sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten entwickle. Organisatorisch seien die Vorbereitungen von „Rund um die Landeskrone“ außerdem an einem Punkt angelangt, bei dem man Geld in die Hand hätte nehmen müssen. Erschwerend hinzu kommt, dass Großveranstaltungen ohnehin bis 31. August von den Behörden verboten wurden.

Radsportverband entscheidet über Rennen im Herbst

„Diese ganzen Gründe haben uns zu dem sehr betrüblichen und schmerzhaften Entschluss kommen lassen“, sagt Schmidt, der um Verständnis bittet.

Der Postsportverein würde „Rund um die Landeskrone“ gern noch im Herbst diesen Jahres nachholen. Der Radsportverband entscheidet aber erst im Juli über Nachholtermine. Und ob dann, wenn alle nicht nur Sportveranstaltungen, sondern auch Volksfeste und andere Großveranstaltungen um freie Wochenenden ringen, noch ein Termin gefunden werden kann, bleibt laut Veranstalter fraglich. (SZ)

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