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Wegen „Friederike“: Waldstück bei Neugersdorf bleibt gesperrt

Voraussichtlich in der nächsten Woche beginnen die Aufräumarbeiten in den Wäldern im Oberland. Später soll wieder aufgeforstet werden.

© SZ-Grafik

Von Gabriela Lachnit

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Ebersbach-Neugersdorf. In der nächsten Woche kann man voraussichtlich hören, dass im Wald rund um Ebersbach-Neugersdorf Waldarbeiter zugange sind. Eine Fachfirma aus Großdubrau ist von der Stadtverwaltung Ebersbach-Neugersdorf beauftragt worden, das Schadholz zu bergen und wieder Ordnung im Wald zu schaffen. Es gebe gar nicht so viele Firmen, die die großen Spezialgeräte hätten, um so umfangreiche Arbeiten ausführen zu können, sagt der städtische Sachgebietsleiter für Liegenschaften, Andreas Köhler, und ist froh, dass die Schadensbeseitigung nun bald beginnt. Denn je eher das Schadholz aus dem Wald herausgeschafft ist, desto weniger Angriffsfläche hat der Borkenkäfer, ein Waldschädling. Allein für Ebersbach wird mit einer Holzmenge von etwa 1 000 Festmetern gerechnet, die zu bergen sind. Für Neugersdorf liegen derzeit noch keine genauen Schadensmengen vor. Außerdem haben umgestürzte Bäume am Kühlen Morgen Wildzäune beschädigt, die ebenfalls repariert werden müssen.

Die enormen Schäden, die Friederike Mitte Januar dieses Jahres rund um Ebersbach und Neugersdorf hinterlassen hat, betreffen vor allem Waldgebiete am Kühlen Morgen in Richtung Kottmarsdorf, das Gebiet am Raumbuschweg und an der Staatsstraße 142 westlich in Richtung Seifhennersdorf. Ein Waldgebiet musste sogar gesperrt werden: der Bereich am Erlenborn- und am Roscherweg in Neugersdorf. Dieses Waldstück ist weiterhin gesperrt.

Andreas Köhler weist darauf hin, dass nach wie vor äußerste Vorsicht beim Betreten von Waldgebieten geboten ist. Die gesperrten Bereiche sollten unbedingt gemieden werden. Es sei sehr gefährlich, dort den Wald zu betreten, da die umgestürzten Bäume noch immer unter Spannung stehen und bei der geringsten Berührung nachgeben könnten. Wie sie sich dabei verhalten, sei unvorhersehbar. Sehr gefährlich seien die Bodenplatten, die umgestürzte Bäume aus der Erde gerissen haben. Vor allem die Fichten haben flache Wurzeln und damit wenig Halt im Boden. Bei Stürmen fallen sie zuerst um und nehmen meist eine große Bodenplatte mit, die dann aufrecht aus dem Waldboden ragt. Wenn diese Platten gefroren sind und bei Plusgraden langsam auftauen, können sie plötzlich in sich zusammenfallen. Wer sich dort in der Nähe aufhält, ist gefährdet. Diese Gefahr besteht weiterhin, denn für das kommende Wochenende hat der Wetterdienst Nachtfröste und kühle Temperaturen auch am Tage angekündigt. Andreas Köhler warnt zudem davor, aus Neugierde auf die Maschinen der Waldarbeiter zu klettern, wenn die Arbeiten an den Wochenenden pausieren.

Wenn die Schäden in den Wäldern rund um die Spreequellstadt beseitigt sind, geht es an die Aufforstung. Allein im Ortsteil Ebersbach betrifft das eine Fläche von insgesamt 1,5 Hektar. Die Aufforstung soll im nächsten Jahr erfolgen – je nachdem, wie Fördermittel dafür zur Verfügung stehen, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Wegen des Einsatzes von schwerer Technik im Wald wird es zu Beschädigungen an Waldwegen kommen. Die Wege sollen zeitnah nach Beendigung der Arbeiten wieder hergerichtet werden, heißt es aus der Stadtverwaltung.