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Weinstein sorgt erneut für Empörung

In Kürze muss sich der Ex-Filmmogul wegen sexuellen Übergriffen vor Gericht verantworten. Er selbst hält sich aber für den ersten Frauenförderer Hollywoods.

Der Prozess gegen Harvey Weinstein soll am 6. Januar in New York starten.
Der Prozess gegen Harvey Weinstein soll am 6. Januar in New York starten. © Mark Lennihan/AP/dpa

New York. Wenige Wochen vor Beginn des mit Spannung erwarteten Prozesses gegen Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe fordert der Ex-Filmmogul Anerkennung für seine Verdienste für Frauen. "Ich habe mehr Filme produziert, die von Frauen gedreht wurden und die von Frauen handelten als jeder andere", sagte Weinstein in seinem ersten Interview seit mehr als einem Jahr der "New York Post". Der 67-Jährige betonte, dass er schon vor 30 Jahren Frauen in der Branche gefördert habe. Er fühle sich wie "der vergessene Mann".

Der Strafprozess gegen Weinstein soll am 6. Januar starten. Mehr als 80 Frauen haben ihm seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen, darunter auch namhafte Schauspielerinnen. Bei der Anklage in New York geht es allerdings nur um zwei Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013. 

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Dem Ex-Filmmogul werden Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Weinstein beteuert, jegliche sexuelle Handlungen seien einvernehmlich erfolgt. Zuletzt hatte die "New York Times" berichtet, Weinstein habe bei den zahlreichen Zivilklagen gegen ihn eine vorläufige Einigung zu einem Vergleich erreicht.

Im Interview mit der "New York Post" sagte er weiter, er fühle sich, als sei seine Arbeit in Vergessenheit geraten. "Ich möchte, dass diese Stadt erkennt, wer ich war und nicht, wer ich geworden bin." Fragen zu den schweren Vorwürfen gegen ihn wollte Weinstein laut der Zeitung nicht beantworten, sondern drohte mehrmals, das Interview zu beenden. 

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Das Gespräch fand in einem Krankenhaus statt, in dem er sich nach einem Autounfall im August einer Rückenoperation unterzogen hat. Weinsteins Gesundheitszustand hatte zuletzt für Gesprächsstoff gesorgt. Zu den letzten Anhörungen kam er humpelnd und mit einer Gehhilfe ins Gericht in Manhattan. (dpa)